Bei Landschaftspflege ist Ende im Gelände

Leserbrief zum Thema „Müll an den Straßenrändern“

Als alteingesessener Bürger des ehemaligen Landkreises Osterode muss man sich fragen, ob es weder den Einwohnern noch der Obrigkeit auffällt, dass die Wälder und Straßenränder dieses einst wunderschönen Landstriches mittlerweile zu Mülldeponien verkommen, Straßen unbefahrbar sind. Während die den Bürgern auferlegten Mülltrennungspflichten einerseits immer intensivere Ausmaße und Kosten annehmen, scheint es andererseits niemanden zu tangieren, dass die Südharzer Straßenränder mitunter bereits an Bangladesch erinnern. Sieht das niemand oder stört das bereits keinen mehr? Fakt ist, dass das Ausmaß der systematischen Zerstörung ruraler Strukturen bereits kriegsähnliche Zustände produziert, für die offensichtlich niemand mehr verantwortlich zeichnet. Die Bau- und Umweltbehörden des Landkreises haben offenbar das Zeitliche gesegnet, während die nachfolgenden Generationen dank Smartphone im Tunnelblick agieren. Sieht so die Landschaft aus, die wir der kommenden Generation hinterlassen? Und wie sieht diese Generation dann aus? Mad Max? Ist die Frage erlaubt, ob der derzeitige Zustand Inhalt oder Bestandteil der aktuellen Marketingstrategie für Luftkurorte, Naturlandschaften und Weltkulturerbe ist? Der Umfang dieses gesellschaftlichen Betruges wird durch das kollektive Schweigen definiert. Hier ist Ende im Gelände!

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