Das alles ist kein Spaß

„Wir müssen jetzt zusammenhalten und uns so verhalten, wie diese ernste Zeit es erfordert. Machen Sie mit!“

Vor einigen Tagen haben wir in Deutschland noch von sogenannten Geisterspielen im Mannschaftssport gesprochen, inzwischen geht es wohl eher um Geisterstädte. Das öffentliche Leben ist nahezu zum Erliegen gekommen, seit am Mittwoch beginnend die Weisung der Landesregierung umgesetzt wird und viele Einrichtungen geschlossen sein müssen. Nur besondere Versorger und Dienstleister wie beispielsweise Lebensmittelmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen sind nicht von den Schließungen betroffen. Letztlich geht es unverändert darum, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen und in der Folge das Gesundheitssystem nicht zu überstrapazieren – das ist erklärtes Ziel der Maßnahmen.

Dennoch haben es einige Menschen noch immer nicht begriffen, ignorieren Anweisungen und Appelle, weil sie ihre wirtschaftliche Existenz bedroht sehen oder einfach unvernünftig handeln.

Natürlich kann keine Polizei der Welt in jeder einzelnen unserer vielen Städte und zahlreichen Orte kontrollieren, ob Öffnungsverbot und Reisebeschränkungen im Inland eingehalten werden. Aber das muss doch auch nicht sein in dieser schwierigen Lage.

Also nochmals: Bitte handeln Sie mit Herz und Verstand und seien Sie doch glücklich, wenn Sie Ihr gewohntes Leben zwar einschränken müssen, aber nicht zu den Personen gehören, die beispielsweise dringend medizinische Hilfe benötigen, schwerkranke Angehörige versorgen müssen oder aber in einem mitunter 60 Kilometer langen Stau festsitzen. Das alles ist kein Spaß, sondern bitterer, lebensbedrohlicher Ernst. Da helfen auch nicht die in den sozialen Netzwerken versandten Witzchen und Filmchen, die lustig rüberkommen sollen.

Wir müssen jetzt zusammenhalten und uns so verhalten, wie diese Zeit es erfordert. Machen Sie mit.

Bleiben Sie gesund!

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