Europatag ist Schule mit Perspektive

„Weil gesellschaftliche Prozesse langwierig sind, ist es so wichtig, die nächsten Generationen früh einzubinden.“

Beim Europatag des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums und der OBS Herzberg lernen Schüler nicht nur europäische Einrichtungen kennen oder können Einblicke in andere Sprachen erhaschen. Ganz nebenbei tun sie etwas, wovon es oft heißt, dass Schulen es nicht leisten würden: Sie lernen fürs Leben.

In den verschiedenen Programmpunkten, sei es bei Kurzreferaten zu europäischen Themen, Flaggenkunde oder im Unterricht zu Identität und Werten Europas, werden die Schüler für das Thema Europa sensibilisiert. Ein Thema, das in den Tagen vor dem geplanten Brexit kaum aktueller, kaum entscheidender sein kann. Und ein Thema, das der Herzberger Europaschule nahe liegt.

Die Köpfe und Augen der kommenden Generationen für die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Zeit zu schärfen ist dabei entscheidend. Denn viele Herausforderungen, vor denen die europäische Gemeinschaft heute steht, lassen sich nicht auf nationaler Ebene behandeln.

Zunehmende populistische Tendenzen in mehreren Staaten, Brexit und Klimawandel – all das sind Themen, die uns alle über Ländergrenzen hinweg in irgendeiner Form betreffen. Es ist deshalb sinnvoll, sie auch gemeinsam anzugehen. Dass die großen Themen unweigerlich lange diskutiert werden, liegt in der Natur der Sache. Lösungen von Heute auf Morgen sind zwar eine schöne Vorstellung, aber fern von der Realität.

Weil gesellschaftliche Prozesse langwierig sind, ist es so wichtig, die nächsten Generationen früh einzubinden. Wenn viele Menschen gemeinsam an einem Strang ziehen, können sie Erstaunliches erreichen. Solche Veranstaltungen wie der Europatag tragen ihren Teil dazu bei, dass wir den Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam begegnen.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder