Kolumne OHA!

Oder ist es doch ein Bär?

„Mein Hund gilt als Luxusgut. Und diesen Luxus muss ich versteuern. Ganz schön ungerecht, finde ich.“

Ich bin ein Hunde-Fan, und Sie? Sind Sie eher ein „Katzenmensch“? Lieben Sie Vögel, Hamster, Meerschweine oder Kaninchen? Fische? Ratten, Rennmäuse oder Vogelspinnen? Vielleicht sind auch Schlangen oder Echsen Ihre Favoriten. Oder mögen Sie es eine paar Nummern größer und haben ein bis zwei Pferdchen im Stall stehen? Und damit meine ich nicht die vielen Pferdestärken in Ihrer Garage.

Tja, eigentlich ja auch egal. Wer ein Haustier hat, hat Verpflichtungen. Dem muss sich jeder Tierhalter bewusst sein. Futter, Ausstattung, Tierarzt – Unterhalt und Versorgung der Lieblinge können ganz schön ins Geld gehen. Und dann noch die Versicherungen … Haben Sie eigentlich extra eine Haftpflicht für Ihren Kampfhamster oder gefährlichen Stubentiger? Nee? Ist auch okay, denn die sind ja wie andere kleine Haustiere in die Privathaftpflicht mit eingeschlossen.

Aber Hunde und Pferde – sowie in NRW auch bestimmte Giftschlangenarten, Skorpione und Webspinnen – benötigen eine extra Tierhalterhaftpflicht. Und dann die Besteuerung: Da Katzen als Nutztiere gelten, sind sie steuerfrei. Aber mein Hund gilt als Luxusgut. Und diesen Luxus muss ich versteuern. Ganz schön ungerecht, wie ich finde. Aber diese Kröte müssen Hundehalter (und mancherorts auch Pferdehalter) leider schlucken.

Wer sich noch ein wenig mehr Luxus gönnen möchte: In Niedersachsen gibt es ein Hunderegister. Und wenn Ihr Vierbeiner dort nicht angemeldet ist, und das fliegt auf, kostet der Spaß bis zu 10.000 Euro – Luxus vom Feinsten. Hundehalter in Bad Lauterberg werden aktuell vermehrt kontrolliert. Mein Hund der Rasse Alaskan Malamute sieht auf den ersten Blick aus wie ein Bär. Vielleicht käme ich ja damit durch …

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