Fanfarenzug Neuhof soll wieder beim Kölner Karneval spielen

Neuhof  Die Spielleute haben das Jahr 2020 trotz Corona-Pandemie gut gemeistert. Die Planungen für die neue Saison laufen unter Vorbehalt.

Das Highlight im Jahr 2020 für die Spielleute aus Neuhof: ihre Teilnahme beim Karneval in Köln.

Das Highlight im Jahr 2020 für die Spielleute aus Neuhof: ihre Teilnahme beim Karneval in Köln.

Foto: Fanfarenzug Neuhof / Verein

Das Jahr 2020 war aufgrund der Corona-Pandemie alles andere als besonders. Für die Spielleute des Fanfarenzuges Neuhof gab es neben der Krise und den Herausforderungen aber auch andere, einschneidende Ereignisse – und diese nicht nur negativ. Allen voran die erstmalige Teilnahme mit 12.000 Personen beim Rosenmontagsumzug in Köln, dem größten Deutschlands. Drei Jahre hatte der Vorsitzende Conny Böge darum gekämpft. Aber auch im Verein gab es eine Zäsur: Alexandra Schmidt-Häßler ist neue 2. Vorsitzende, sie folgte auf Peter Peisker und nach 30 Jahren im Amt als Kassierer übergab Martin Münzer seinen Posten an Tochter Stefanie. Rein musikalisch musste der Verein nach Lockdown und den weiteren Beschränkungen neue Wege gehen: es gab virtuelle Proben, Online-Übungsabenden, Webkonferenzen und später auch Übungsabende unter freiem Himmel.

Acht Neuzugänge im Jahr 2020

Besonders froh und gleichermaßen stolz ist der Verein, dass im Jahr 2020 acht Neuzugänge begrüßt werden konnten. Allerdings ist deren Einbindung eine besondere Herausforderung für die Ausbilder aufgrund der geltenden Regelungen in der Corona-Krise. Die einzelnen Ausbilder halten Kontakt mit ihren Stimmen per WhatsApp und sind eben besonders bemüht, mit den Neuzugängen zu arbeiten. Insbesondere der musikalische Leiter Peter Peisker leiste hier besondere Arbeit, wie Conny Böge betont. „Im Moment ist es bei uns insgesamt beängstigend ruhig, da wir uns ja durch diesen Lockdown gar nicht sehen können“, gibt er offen zu.

In seinem Jahresfazit verdeutlicht Böge, dass sowohl Alexandra Schmidt-Häßler und auch Stefanie Münzer in ihrem ersten Jahr in neuer Position hervorragende Arbeit geleistet hätten. „Kaum einer von uns hätte gedacht, dass die Karnevalsauftritte unsere letzten im Jahr 2020 sein würden. Dabei fing mit unserer Teilnahme am Kölner Karneval alles so gut an. Damit ging ein großer Traum in Erfüllung.“ Man sei auch stolz, dass trotz der Umstände 16 Übungsabende durchgeführt und ein weiteres neues Musikstück eingeübt wurde. „Insgesamt sechs kleinere Konzerte konnten wir unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen geben, rückblickend kaum zu glauben. Inzwischen ist es wieder ruhig geworden. Der zweite Lockdown und fehlende Räumlichkeiten für einen Übungsabend mit ausreichendem Abstand zwischen unseren Spielleuten beendete unsere Übungssaison. Nun warten wir auf ein besseres Jahr“, fasst der Vorsitzende zusammen.

Veranstaltungen und Konzerte sind geplant

Beim Ausblick auf die Saison 2021 verdeutlicht er, dass es Anfragen gebe, diese aber nur unter Vorbehalt. „Auch die Zusagen, die wir geben sind aufgrund der aktuellen Situation und der unklaren Lage in der Zukunft nur unter Vorbehalt.“ Der Vorsitzende geht insgesamt, von sehr kuriosen Saison aus, „wobei wir das eine oder andere annehmen werden, um ein paar Einnahmen zu haben.“ Einige Termine wurden allerdings auch bereits jetzt schon in das Jahr 2022 verlegt. So auch die Anfrage für einen erneuten Auftritt beim Kölner Karneval am Rosenmontag. „Ich wurde persönlich von den Verantwortlichen angerufen, dass wir uns dort wieder auf eine Teilnahme einstellen sollen“, zeigt sich der Vorsitzende der Spielleute erfreut.

Bei den eigenen Terminen hat man sich dazu entschieden, die Jahreshauptversammlung in diesem Jahr erst einmal in den März zu legen. Weiterhin stehe der Termin im September für die Fahrt an die Mosel nach Bernkastel-Kues an, wobei der Veranstalter hier im Mai eine Entscheidung, ob diese stattfindet oder eben nicht, treffen werde. „Wir werden auch versuchen, Ende September wieder unser beliebtes Oktoberfest stattfinden zu lassen“, verdeutlicht Conny Böge.

Abschließend betont er aber vor allem eines: „Gemeinsam haben wir diese schwere Zeit gemeistert und sind als Gemeinschaft, trotz der Entfernung, enger zusammengerückt.“

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