Corona, Stress, Winter: So findet man Ruhe in ruhelosen Zeiten

Bad Sachsa  Sylvia Köhler von der Ruhewerkstatt aus Bad Sachsa gibt einfache Tipps, wie man die aktuelle Zeit leichter gestalten kann.

Sylvia Köhler.

Sylvia Köhler.

Foto: Ruhewerkstatt Bad Sachsa

Das letzte Jahr 2020 hat die Menschen weltweit aufgrund der Corona-Pandemie vor enorme Herausforderungen gestellt: Familien waren unter anderem gezwungen, die Rollen von Lehrern und Erziehern zu übernehmen - und haben weiterhin teilweise ihren Job aufrechterhalten müssen. Viele Unternehmen haben es nicht geschafft und kämpfen nach wie vor mit den wirtschaftlichen Folgen der Krise. Arbeitnehmer haben mit Kurzarbeit zu kämpfen oder sind gezwungen insbesondere in der Pflege an ihre Grenzen zu gehen. Hinzu kommt im Moment die dunkle Jahreszeit, die den Organismus des Menschen vor die Herausforderung stellt, leistungsfähig zu bleiben. Unsere Redaktion hat bei Sylvia Köhler, die in Bad Sachsa die Ruhewerkstatt, ein Studio speziell für Entspannung, Yoga und Coaching betreibt, wie man Ruhe in ruhelosen Zeiten finden kann. Sylvia Köhler hat daher fünf einfache Dinge bzw. Ideen zusammengestellt, die jeder schnell und einfach umsetzen kann.

Bewegung an der frischen Luft

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt hier etwa 10.000 Schritte täglich, dies entspricht je nach Schrittlänge sechs bis neun Kilometer. Auch wenn es nicht gleich 10.000 Schritte sind, 30 Minuten leichte moderate Bewegung am Tag, sorgt schon dafür, dass wir uns ausgeglichener und vitaler fühlen. Nach 20 Minuten Spaziergehen, walken oder joggen, können die Gedanken bereits zur Ruhe finden. Ein toller Nebeneffekt: Bewegung führt dazu, dass unser Stresshormon Cortisol leichter vom Körper abgebaut werden kann. Somit beugen wir vielen Zivilisationskrankheiten vor.

Viel Trinken

Je nach Körperkonstitution werden zwei bis drei Liter Wasser täglich empfohlen. Die optimale individuelle Trinkmenge ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Wenn wir nicht genug trinken, holt sich der Körper das Wasser aus dem Blut, dem Gewebe und aus den Knochen. Das Blut wird dicker und die Zellen werden nicht ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt, der Körper ist dann weniger leistungsfähig. Eine einfache Möglichkeit gute Trinkgewohnheiten zu entwickeln: morgens nach dem Aufstehen ein großes Glas Wasser trinken und nach jedem Toilettengang.

Essenspausen einlegen

Oft unterliegen wir dem Trugschluss, dass viele kleine Snacks über den Tag verteilt, uns leistungsfähig bleiben lassen. Je mehr der Organismus mit der Verdauung beschäftigt ist, umso weniger Energie hat er für Denkprozesse. Legen wir längere Essenspausen ein, zum Beispiel über Nacht, können wir unsere Leistungsfähigkeit steigern und schneller zur Ruhe finden.

Atemübungen/Momente der Stille/Bewusste Pausen

Babys beherrschen es noch perfekt: Die tiefe Bauchatmung. Tiefes Atmen unterstützt Stress abzubauen und die Bauchorgane zu massieren. Im Sitzen oder Liegen: Hände auf Höhe Bauchnabel ablegen und zunächst für einige Atemzüge spüren, wie der Atem fließt. Dann langsam ganz bewusst tief in den Bauch atmen. Schon zwei Minuten täglich helfen langfristig konzentrierter und achtsamer zu werden. Weiterhin empfiehlt es sich, alle 90 Minuten eine kurze Pause zu machen. Dies führt dazu, dass wir leistungsfähig bleiben und am Abend schneller entspannen können. Diese Pause kann man ausfüllen mit einer kurzen Atemübung, einer Tasse Tee oder leichter Bewegung. Auch Momente der Stille wirken Stressbelastungen entgegen.

Dankbarkeit

Zahlreiche Studien deuten darauf hin, dass Dankbarsein eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit und Lebenszufriedenheit hat. Trainieren kann man das, in dem man täglich notiert, wofür man dankbar sein kann.

„Diese einfachen Dinge in den Alltag integriert und wir leisten einen enormen Beitrag zu unserer eigenen Gesundheit und Ausgeglichenheit“, erläutert Sylvia Köhler weiterhin. Es müsse nicht gleich immer eine komplette Yogaeinheit sein, um mehr Ruhe und Ausgeglichenheit in das eigene Leben zu holen. Viele kleine Stellschrauben bringen hier schon deutliche Verbesserung. „Wichtig ist, dass wir diese kleinen Routinen in unseren Alltag einbauen. Unser Organismus brauch ca. 66 Tage, um eine neue Gewohnheit zu etablieren. Leichter fällt es uns dran zu bleiben, wenn wir die neue Gewohnheit an eine bestehende knüpfen. Zum Beispiel: Immer nach dem Zähneputzen am Abend zwei Minuten notieren, wofür ich heute dankbar sein kann“, fasst sie zusammen. Wer mehr zur Ruhewerkstatt und Sylvia Köhler erfahren möchte, der erhält unter https://www.ruhewerkstatt.de/ weitere Informationen.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder