Singakademie Harz

Liederabend mit Merlind Pohl in Lauterberg und Musical in Sachsa

| Lesedauer: 4 Minuten
Die Singakademie Harz veranstaltet im August einen Liederabend mit Merlind Pohl in Bad Lauterberg und führt das Musical My Fair Lady in Bad Sachsa auf. 

Die Singakademie Harz veranstaltet im August einen Liederabend mit Merlind Pohl in Bad Lauterberg und führt das Musical My Fair Lady in Bad Sachsa auf. 

Foto: Singakademie Harz

Bad Sachsa/Bad Lauterberg.  „SIEben“ ist ein Liederabend in Lauterberg mit Merlind Pohl, bei dem die Künstlerin sieben Frauen vorstellt. Und in Sachsa kommt bald ein Musical auf die Bühne.

Die Singakademie Harz rückt bei ihren nächsten beiden Veranstaltungen im Südharz Frauen in den Mittelpunkt. Zuerst präsentiert Mezzosopranistin Merlind Pohl am Sonntag, 14. August, ab 19.30 Uhr im Kurhaus Bad Lauterberg Lieder und Gedichte von und über sieben große Frauen. Dann führt die Singakademie am Freitag, 19. August, ab 19.30 Uhr das Musical My Fair Lady im Kurhaus Bad Sachsa auf.

Beim Liederabend „SIEben“ nimmt sich die Konzertsängerin und Sängerdarstellerin der freien Theaterszene Pohl sieben Frauen aus verschiedenen historischen Epochen vor. Pohl beginnt mit drei Gedichten von dem französischen Lyriker Pierre Louys über Bilitis, eine fiktive Gestalt der griechischen Mythologie. Anschließend geht es um Sappho, eine griechische Dichterin, die in der Antike Gedichte und Verse über Liebe und Sexualität geschrieben hat. Neben den Liedern Sapphische Ode und Aeolsharfe liest Pohl ein originales Gedicht von ihr vor. Im nächsten Part geht es um die Sagengestalt der Aphrodite – sechs Gedichte erzählen vom Tod von Adonis, von Trauer und Schmerz, von Opfergaben, Nymphen und Hochzeitsbräuchen.

Einblick in emotionale Zustände

Danach macht Pohl einen großen Zeitsprung und landet bei drei Gedichten von Friedrich Schiller über Maria Stuart, Königin von Schottland. Deren Kontrahentin auf dem englischen Thron, Elisabeth, richtete sie nach jahrzehntelanger Haft hin. Für die fünfte Frau, ebenfalls eine Königin, dreht die Künstlerin das Geschichtsrad wieder zurück. Es handelt sich um Ottavia, Frau des römischen Kaisers Nero. Ihr Ehemann verlässt sie, um die jüngere Poppea zu heiraten. Ottavia verwickelt sich daraufhin in etliche Intrigen und muss schließlich ins Exil. Pohl macht weiter mit einer schaurigen Ballade über drei Schwestern mit düsterem Charakter und spannenden Klängen. Als letztes stellt die Sängerin Dalila vor, eine heidnische Priesterin aus der Bibel. Dalila verführt den gefangen genommenen Samson, der am Ende den Tempel der Heiden zum Einsturz bringt, wodurch alle umkommen.

Alle Abschnitte dauern etwa acht Minuten und tauchen tief in die emotionalen Zustände der einzelnen Charaktere ein. Der Eintritt für Erwachsene kostet 12 Euro. Mitglieder der Singakademie Harz und Gästekarteninhaber erhalten ermäßigte Karten für 10 Euro. Auszubildende, Studenten, Jugendliche und Kinder ab 14 Jahren kommen für 5 Euro in das Konzert.

My Fair Lady in Bad Sachsa

Auch in dem Musical My Fair Lady geht es um eine Frau, nämlich das Blumenmädchen Eliza Doolittle, gespielt von der Sopranistin Annick Mörth. Sie wird Gegenstand einer Wette zwischen dem Phonetiker Professor Higgins, gespielt von Bassist Timothy Sharp, und seinem Freund Oberst Pickering, den der Bariton Lennart S. Kost verkörpert. Higgins behauptet, dass er das einfache Straßenmädchen Eliza zu einer feinen Dame erziehen kann.

Wie das gelingt und ob das Projekt den beiden Glück bringt, kann sich das Publikum ansehen, wenn die Singakademie Harz das Musical von Frederick Loewe aus dem Jahr 1956 gemeinsam mit dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode, Chorleiter José V. López de Vergara und Musikdirektor Christina Fitzner zum Leben erweckt – endlich, denn eigentlich wollte das Ensemble das Stück bereits in den vergangenen beiden Jahren aufführen. Wegen der Corona-Pandemie hat man damit aber bis zu diesem Sommer gewartet.

Eintrittskarten auf Reservix

Übrigens basiert die Geschichte auf dem gesellschaftskritischen Theaterstück Pygmalion des irischen Dichters George Bernard Shaw von 1913. Der Schriftsteller selbst hat sich von der antiken Dichtung inspirieren lassen, wie Chorleiter López herausgefunden hat: Shaw entdeckte in Ovids Werken eine interessante Verwandlung, in der sich ein bildender Künstler unsterblich in sein Werk verliebt – so sehr, dass die Statue angeblich lebendig wurde. Sowohl das Original als auch das Musical wurden verfilmt.

Tickets für die Inszenierung der Singakademie gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen von Reservix und unter www.reservix.de.

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