Rückblick auf 2021

Forstgenossenschaft Barbis lässt 21.000 neue Bäume pflanzen

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Vom Eschentriebsterben betroffene Eschen machen auch der Forstgenossenschaft Barbis Sorgen (Symbolfoto).

Vom Eschentriebsterben betroffene Eschen machen auch der Forstgenossenschaft Barbis Sorgen (Symbolfoto).

Foto: Nora Garben / HK-Archiv

Barbis.  Kahle Flächen werden mit Lärchen und Douglasien wieder aufgeforstet. Holzmarkt nimmt Sturmschäden problemlos an.

Je 2.500 Lärchen und Douglasien sind bestellt worden, mit denen kleine Kahlflächen aufgeforstet werden sollen. Das berichtete Horst Winter, der Vorsitzende der Forstgenossenschaft Barbis, bei der Jahreshauptversammlung. Die Freiflächen Krämer Berg und die Restfläche Kamp sollen mit Fördermitteln aufgeforstet werden. Winter berichtete auch über den Holzeinschlag und die recht gute Vermarktung des Holzes.

Sorgen bereitet der Eschenbestand am Röhlberg, der sich zwar augenscheinlich gut vom Eschentriebsterben erholt hatte. Die Winterstürme haben aber gezeigt, dass das Wurzelwerk stark geschädigt ist und viele Eschen dem Sturm zum Opfer gefallen sind.

Fichten fallen Stürmen zum Opfer

In den Forstämtern sind den Winterstürmen überwiegend grüne Fichten zum Opfer gefallen, berichtete Daniel Zimmermann, Betriebsdezernent des Forstamtes Riefensbeek. Der Holzmarkt nimmt diese Mengen aber problemlos auf, was sich auch durch höhere Erlöse positiv bemerkbar macht. Auch die Landesforsten werden sich im Zuge der Wiederaufforstung mit einem bunten Mix an Pflanzen und Sortimenten breit aufstellen, um hierdurch eine Risikominimierung zu betreiben.

Betreuungsförster Heiner Wendt berichtete, dass der Einschlag von Fichte abgeschlossen ist. Für die Neubepflanzung der Freiflächen sollen wieder Fördermittel generiert werden. Kalamitätsbedingt liegt der Einschlag erheblich über den Vorgaben der Forsteinrichtung aus dem Jahr 2020. Besonderes Augenmerk gilt den an Trockenstress leidenden Buchen, die selektiv eingeschlagen und einer zügigen Nutzung zugeführt werden müssen.

An die anwesenden Jagdpächter richtet Heiner Wendt die Bitte, den Jagddruck hoch zu halten, um die Verbissbelastung zu senken. Jagdpächter Hans-Peter Kahl dankte für die erfolgreiche und positive Zusammenarbeit und berichtete über die Abschusszahlen der beiden letzten Jahre.

21.000 neue Bäume gepflanzt

Forstaufseher Wolfgang Geisler berichtete über die zahlreichen Einsätze der Arbeitsgruppe, die im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 1.400 Arbeitsstunden geleistet hat. Im Jahr 2021 wurden insgesamt 21.000 neue Bäume gepflanzt. Hierbei handelte es sich um Eichen, Buchen, Elsbeeren, Erlen, Douglasien, Weißtannen und Lärchen. Der überwiegende Teil der Pflanzen wurde durch eine Fremdfirma im Zuge der Fördermaßnahmen gesetzt. 6.000 Pflanzen wurden von der Arbeitsgruppe in die Erde gebracht.

Neben den Gästen waren 34 Anteilseignern zur Versammlung gekommen. Kassenführer Klaus Baumann berichtete, dass der Kassenstand zum Ende des Jahres einen erheblichen Minderbetrag aufwies, der allerdings aufgrund des kurzfristigen Einganges von Fördermitteln differenziert zu betrachten ist.

Bei den Wahlen wurde Rechnungsführer Klaus Baumann einstimmig wiedergewählt. Rechnungsprüferin Manuela Golla schied nach zwar Jahren aus. Als Nachfolger wurde Sebastian Grunert einstimmig gewählt.

Um das Mitgliedsverzeichnis auf dem aktuellen Stand zu halten, bat Schriftführer Christoph Schlemm die Anteilseigner um Mitteilung an den Vorstand, wenn es zur Übergabe bzw. zum Verkauf des Anteils kommt.

Anfrage der Schäferei-Gesellschaft

Ein weiterer Tagesordnungspunkt behandelte die Bitte der Schäferei-Gesellschaft Südharz, dass die Forstgenossenschaft Barbis gegen Zahlung eines Betrages auf ihr Vorkaufsrecht am Grundstück Schafstall verzichten möge. Hierzu verlas Vorsitzender Horst Winter die juristische Einschätzung des von der Forstgenossenschaft konsultierten Notars.

Im Anschluss an die kontroverse Diskussion entschied sich die Versammlung in geheimer Abstimmung mit breiter Mehrheit gegen das Angebot der Schäferei-Gesellschaft.

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