Scholmwehrbrücke: Erste Eisenteile sind wieder montiert

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Die Scholmwehrbrücke in Bad Lauterberg wird nach ihrer Restauration wieder aufgebaut.

Die Scholmwehrbrücke in Bad Lauterberg wird nach ihrer Restauration wieder aufgebaut.

Foto: Rolf Steinke / HK

Bad Lauterberg.  Der Aufbau der Scholmwehrbrücke in Bad Lauterberg verzögerte sich. Am Montag ging es es endlich los. Die Kosten für die Restauration sind gestiegen.

Strahlend weiß präsentieren sich die frisch restaurierten Eisenteile der Scholmwehrbrücke. Einige Teile sind am Montag an ihren angestammten Platz über der Oder zurückgekommen, die noch fehlenden sollen Dienstag aufgebaut werden. Per Kran wurden sie auf die Betonpfeiler gehoben. „Die Bohlen für den Steg werden ab dem 10. Mai verlegt“, teilt der Förderkreis Königshütte mit, der Verein ist Bauherr.

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„Im September letzten Jahres war der Startschuss zur Restaurierung der Wehrbrücke gefallen. Die Fische, die im Becken vor dem Wehr lebten, kamen in ein Übergangsquartier. Lampen, Brückenteile und Wehrverschlüsse wurden nach und nach abmontiert“, heißt es weiter. Die Leuchten seien auf der Königshütte eingelagert worden.

Die Brückenteile und die Wehrverschlüsse wurden von der Firma Kälz abgeholt und in Hallen in Barbis restauriert. Zu den Arbeiten gehörte Sandstrahlen zum Entrosten und denkmalgerechtes Vernieten der Eisenteile zur Restaurierung der Brückenteile und der Wehrverschlüsse. Die Brückenteile bekamen auch einen neuen Farbanstrich. Die Brückenpfeiler mussten ebenfalls bearbeitet werden.

„Leider gab es immer wieder Verzögerungen“, so der Förderkreis. „Der eine oder die andere kennen es sicher aus eigener Erfahrung mit Bauprojekten: Dass alles glatt läuft, gibt es kaum. Prominentestes Beispiel ist die gerade fertiggestellte Brücke über die A7 bei Kalefeld (Kreis Northeim), wo die Stärke des Baustahls falsch berechnet wurde und bereits Risse vor der ersten Belastungsprobe entstanden sind. Folge: Die Brücke muss abgerissen und neu gebaut werden.“

Mehrkosten von etwa 20.000 Euro

Doch so schlimm sei die Situation in Bad Lauterberg längst nicht. Auf der einen Seite gab es Probleme mit Bestellungen der benötigten Nieten, die für Verzug bei den Arbeiten sorgten. Außerdem: „Für Arbeiten, die seit Januar diesen Jahres geleistet werden und wurden, muss der normale Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent bezahlt werden. Eingeplant war der coronabedingt ermäßigte Steuersatz von 16 Prozent“, erläutert der Verein. Denn ursprünglich sollte das Wahrzeichen von Bad Lauterberg Ende 2020 wieder freigegeben sein.

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Doch nicht nur durch die Änderung des Mehrwertsteuersatzes sei das Projekt teurer geworden als geplant: „Die Brückenpfeiler waren sanierungsbedürftiger als gedacht. Und auch eine neue Bauvorschrift führt zu Mehrkosten: Das Geländer der Wehrbrücke muss so gestaltet sein, dass niemand abstürzen und in die Oder fallen kann – eine Absturzsicherung muss angebracht werden, und dadurch belaufen sich die Mehrkosten auf etwa 20.000 Euro.“

Diese müsse der Förderkreis tragen, denn eine nachträgliche Aufstockung der Fördersumme sei nicht möglich. „Leider ist der Förderkreis mit seinen Geldmitteln am Limit, das genehmigte Budget ist bereits im erheblichen Maße nachträglich überzogen worden. Auch die Eigentümerin, die Industriedenkmal Königshütte UG, ist mit ihren Geldmitteln am Limit.“ Daher bittet der Förderkreis um Spenden, auch kleine Beiträge seien willkommen. Auf Wunsch werde eine Spendenquittung ausgestellt.

Konten für Spenden: Sparkasse Osterode am Harz, IBAN DE55 2635 1015 0006 0001 29, oder Volksbank im Harz, IBAN DE04 2689 1484 0801 6631 00, Verwendungszweck: „Spende“

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