Lauterberger hoffen auf Geselligkeit, Gesundheit, Normalität

Bad Lauterberg  Wir haben nachgefragt, was sich Bad Lauterberger für 2021 wünschen und ob es trotz Corona auch Schönes im vergangenen Jahr gab.

Klaus Wiedemann empfiehlt, Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Im Bild die Königshütte in Bad Lauterberg.

Klaus Wiedemann empfiehlt, Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Im Bild die Königshütte in Bad Lauterberg.

Foto: Kjell Sonnemann / HK

Das nun zurückliegende Jahr war geprägt von der Corona-Pandemie. Einen Rückblick auf 2020 zogen viele Menschen beim Jahreswechsel und wagten einen Ausblick auf das neue Jahr. Unsere Zeitung hat sich bei Einwohnern von Bad Lauterberg und den Ortsteilen umgehört und ihnen folgende Fragen gestellt:
1. Wie sind Sie mit der Situation zwischen den Feiertagen und beim Jahreswechsel umgegangen?
2. Was war gut im Jahr 2020?
3. Glauben Sie, dass Deutschland das Corona-Virus bald in den Griff bekommt? Was wünschen Sie sich sonst noch für das Jahr 2021?

Klaus Wiedemann, Vorsitzender des Harzklub-Zweigvereins Bad Lauterberg

1. Ich habe im kleinen Familienkreis Weihnachten und den Jahreswechsel begangen. Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich nicht viel geändert, aber der Wunsch nach Gesundheit ist stärker in den Fokus gerückt.
2. Ich habe mir Sehenswürdigkeiten in Sachsen-Anhalt und Sachsen angesehen und viele nette Menschen getroffen. Hauptsächlich direkt vor der Haustür. Einfach starten, aber die Hygienekonzepte im Auge behalten. Beeindruckend war auch die Hilfsbereitschaft.
3. Die Verantwortlichen versuchen alles, diese Herausforderungen zu meistern. Ich hoffe, dass durch die Impfungen eine zügige Verbesserung eintreten wird. Ich wünsche mir eine Rückkehr in unsere gewohnten gesellschaftlichen Strukturen. Hoffentlich kann die Wirtschaft auf allen Ebenen bald wieder durchstarten.

Hans-Joachim Dietrich, Vorsitzender des Südharzer Automobilclubs im ADAC, aus Osterhagen

1. Mein Frau und ich sind auf einer europäischen Insel, die nicht zu den Risikogebieten zählt. Am Flughafen erfolgt ein PCR-Test, nach 6 bis 8 Stunden ist das Ergebnis auf dem Smartphone. Weiterhin erfolgt jeden Morgen eine Nachfrage zum Wohlbefinden. Hier halten sich alle Einwohner und Touristen an die Regeln. Es ist alles entspannt. Geschäfte und Restaurants sind geöffnet.
3. Deutschland wird das Virus nicht so schnell in den Griff bekommt. Dazu sind in Berlin zu viele Fehleinschätzungen getroffen worden (etwa die Beschaffung des Impfstoffes). Wir wünschen uns, dass wir wieder mit Freunden zusammen sein, uns umarmen, Spaß haben dürfen. Dass auch die Vereinsarbeit wieder anlaufen kann.

Inge Holzigel, Gleichstellungsbeauftragte, aus Bad Lauterberg

1. Da ich seit 33 Jahren Organistin bin und an den Festtagen spiele, habe ich dies wieder getan. Mein Orgelspiel in der Pöhlder Kirche war das Gleiche wie die Jahre vorher, nur die Besucherzahl war begrenzt. Die private Feier mit Freunden zu Silvester fiel aus, aber ein besinnliches Eintreten in das neue Jahr tat mir gut.
2. Ich habe neue Seiten im Leben kennengelernt habe. Darunter ist Geduld und Konzentration auf zu Hause.
3. Ich hoffe, dass wir ab Sommer wieder freier leben können und wünsche mir, dass die Menschen miteinander barmherziger umgehen.

Gero Fröhlich, Vorsitzender des Tennisclub Bad Lauterberg

1. Im engsten Kreis der Familie bei lustigen Spielen.
2. Die Solidarität im Tennisclub hat mich beeindruckt. Unter Einhaltung der Auflagen war es möglich, ein fast normales Vereinsleben durchzuführen.
3. Das Wichtigste ist, dass wir die Corona-Situation in den Griff bekommen. Dazu müssen die Verantwortlichen ihre Hausaufgaben machen: rechtzeitig und in ausreichender Menge Impfstoff ordern (andere Ländern haben bereits Millionen Dosen erhalten) und nicht nur jeden Tag die Bürger ermahnen, die eingeschränkten Freiheitsrechte einzuhalten. Zudem muss das Persönlichkeitsrecht (Datenschutz) so modifiziert werden, dass die Corona-App effektiv eine Nachverfolgung ermöglicht.

Walter Ziegler, Musikalischer Leiter des Südharzer Bläser-Quartetts, aus Barbis

1. Für mich war es eine ruhige Zeit, die genutzt wurde für Spaziergänge, für kleine Hausmusiken, aber auch um neue Arrangements zu schreiben. Und in der Küche bin ich viel öfter, so wurden endlich mal wieder böhmische Kartoffelknödel geknetet.
3. Ich wünsche mir möglichst bald so viel Normalität wie möglich. Dass Kinder mit unmaskierten Erziehern und Lehrern kommunizieren können, singen und Sport treiben dürfen. Aber auch wieder gemeinsam mit den Barbiser Turnern Sport zu treiben und dem musikalischen Hobby nachzugehen und dass die Menschen nicht zu verängstigt bleiben, um wieder vor die Tür zu gehen.

Sabine Bode, Vorsitzende des SoVD-Ortsverbands Bartolfelde

1. Im Kreise meiner Familie.
2. Es war ein entschleunigtes Jahr mit weniger Terminen und mehr Zeit für die Familie und mich.
3. Ich glaube, dass uns das Coronavirus noch eine Weile begleiten wird und wir deshalb mit Einschränkungen weiter leben müssen. Für 2021 wünsche ich viel Gesundheit, Geduld und Zufriedenheit.

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