Bürgerbegehren zur Fusion: Initiatoren übergeben Unterschriften

Bad Lauterberg.  Der Bürgerentscheid ist einen Schritt weiter: In Bad Lauterberg unterstützen 1.177 Befürworter das Bürgerbegehren zur Gemeindefusion.

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens, Josef Riedel (links), Sabine Bode (von rechts) und Julia Wiegand, übergeben die gesammelten Unterschriften vor dem Rathaus an Bürgermeister Dr. Thomas Gans.

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens, Josef Riedel (links), Sabine Bode (von rechts) und Julia Wiegand, übergeben die gesammelten Unterschriften vor dem Rathaus an Bürgermeister Dr. Thomas Gans.

Foto: Kjell Sonnemann / HK

Zwei Kartons mit Unterschriften-Bögen haben die drei Initiatoren des Bürgerbegehrens in Bad Lauterberg, Sabine Bode, Julia Wiegand und Josef Riedel, am Dienstagnachmittag an Bürgermeister Dr. Thomas Gans (SPD) übergeben – coronakonform mit Mund-Nase-Bedeckungen, Abstand und zudem im Freien vor dem Rathaus.

1.177 Befürworter des Begehrens – mit dem eine Wahl angestrebt wird, bei der die Einwohner über eine Fusion der Kneippstadt mit der Gemeinde Walkenried abstimmen sollen – haben den Initiatoren zufolge unterschrieben. Damit sind mehr als die erforderlichen 934 Unterschriften in Bad Lauterberg und den Ortsteilen zusammengekommen.

Nun liegt es bei der Stadtverwaltung, die ausgefüllten Bögen der mehr als 1.000 Unterstützer des Ansinnens mit dem Meldesystem des Einwohnermeldeamts abzugleichen. Es muss kontrolliert werden, ob sie tatsächlich alle Bürger der Kommune sind, zudem müssen mögliche Doubletten heraussortiert werden. Das dauert seine Zeit. Er glaube nicht, sagte Verwaltungschef Gans, dass die Überprüfung noch in diesem Jahr abgeschlossen werden könne.

Viele Stimmen an der Haustür gesammelt

Glücklich sind das Initiatoren-Trio des Bürgerbegehrens und deren Helfer, dass trotz der Corona-Pandemie in relativ kurzer Zeit 1.177 Unterschriften zusammengekommen sind. Denn wegen der Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus konnten sie nur eine Zeit lang Stände aufbauen, um in der Bad Lauterberger Innenstadt in Kontakt mit Bürgern zu treten. Darum sind sie direkt von Haustür zu Haustür gegangen, um Stimmen für das Begehren zu sammeln.

Wenn nach der nun folgenden Kontrolle der Unterschriftenbögen mindestens 934 gültige Stimmen dabei sind, kommt es zu einem Bürgerentscheid – einer Wahl, bei der die Einwohner für oder gegen eine Fusion von Bad Lauterberg und Walkenried entscheiden. Sie glaube nicht, dass viele Unterschriften aussortiert werden müssen, sagt Sabine Bode. Denn zu Hause habe sie die Namen in eine Computertabelle eingetragen, um zum Beispiel Doppelte herauszufischen. Das hatte sie auch beim ersten Begehren gemacht (wir berichteten). Damals ging es um die Dreierfusion auch mit Bad Sachsa, dieses Mal um den möglichen Zusammenschluss der verbleibenden Kommunen.

Beim Besuchen der Häuser konnte vor allem Mit-Initiator Josef Riedel viele Unterschriften sammeln: rund die Hälfte der nun abgegebenen Bögen. „Viele mussten gar nicht aufgeklärt werden, sie wollten gleich den Zettel zum Ausfüllen haben“, berichtet er.

Unterstützer Fritz Vokuhl macht deutlich, dass es sich beim Sammeln der Unterschriften nicht um die Wahl gehandelt hat. Es ging darum, dass die Bürger überhaupt zwischen „Ja“ und „Nein“ entscheiden können. Sabine Bode hofft, dass die spätere Abstimmung möglichst per Briefwahl stattfindet.

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