B27 wird drei Tage eher freigegeben

Bad Lauterberg.  Die Bauarbeiten laufen besser als zunächst geplant, und auch der Kostenrahmen wird eingehalten.

Per Maßband vermessen die Mitarbeiter der Tiefbaufirma die frisch-asphaltierte Fahrbahn der Bundesstraße 27 zwischen Braunlage und Bad Lauterberg und zeichnen die Stellen auf, in denen die Schutzplanke angebracht werden soll. Bei den Bauarbeiten sichern die Mitarbeiter auch gleich den Hang auf der anderen Seite und fällen Bäume sowie Äste, die auf die B 27 zu fallen drohen.

Per Maßband vermessen die Mitarbeiter der Tiefbaufirma die frisch-asphaltierte Fahrbahn der Bundesstraße 27 zwischen Braunlage und Bad Lauterberg und zeichnen die Stellen auf, in denen die Schutzplanke angebracht werden soll. Bei den Bauarbeiten sichern die Mitarbeiter auch gleich den Hang auf der anderen Seite und fällen Bäume sowie Äste, die auf die B 27 zu fallen drohen.

Foto: Michael Eggers / GZ

„Oftmals werden wir auch eher fertig“, sagt Marcus Stolze strahlend. Der Leiter der Straßenmeisterei Braunlage freut sich sichtlich, dass die Bauarbeiten an der Bundesstraße 27 zwischen Braunlage und Bad Laut erberg früher als zunächst geplant beendet werden können. Voraussichtlich könne der Verkehr auf der Straße am Freitag, 27. November, wieder freigeben werden – immerhin drei Tage früher.

Sollte es wegen der Witterung nicht möglich sein, bis dahin die Markierungen auf den Fahrbahnen aufzubringen, werden die Verkehrsteilnehmer durch entsprechende Beschilderung darauf hingewiesen, teilt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Goslar auf Nachfrage unserer Zeitung mit.

Platz für Schnee

Derzeit ist das bauausführende Unternehmen damit beschäftigt, die aus Richtung Braunlage rechte Leitplanke zu installieren. Die Landesbehörde hatte die Arbeiten an der Fahrbahn vorgenommen, um die dritte Spur direkt am Hang in Richtung Schlosskopf abzutrennen (wir berichteten).

Die Kosten, die nötig wären, um diese Spur zu stützen, stünden derzeit in keinem Verhältnis zu dem Nutzen, hieß es seitens der Landesbehörde zu Beginn der Arbeiten . Dieser Aufwand bedeute aber nicht, dass nun völlig auf die dritte Spur verzichtet werde. „Das klären wir noch, es kann auch sein, dass wir in einigen Jahren eine komplett neue Stützwand errichten“, teilte seinerzeit der Leiter der Geschäftsstelle Goslar der Landesbehörde, Günter Hartkens , auf Anfrage der Goslarschen Zeitung mit.

Derzeit allerdings gebe der Verkehrsfluss , der auf der B27 zwischen Braunlage und Bad Lauterberg herrsche, den Bau dieser Stützwand nicht her, erklärte der Behördenleiter weiter. Schon seit Jahren werde der Verkehr nur über zwei Fahrspuren geleitet, und es ist aus seiner Sicht nicht zu nennenswerten Verkehrsbehinderungen gekommen.

Massive Schäden

Die dritte Fahrspur auf diesem Abschnitt soll wegen massiver Schäden an den vorhandenen Stützwänden vorläufig über ein Schutzplankensystem abgetrennt und für den Verkehr gesperrt werden. „Wir setzen die Leitplanke aber ein wenig mehr in die Mitte der dritten Spur, damit wir ausreichend Fläche haben, um den Schnee ablagern zu können“, kündigt der Straßenmeisterei-Leiter an.

Weiter erklärt Stolze, dass die dritte Spur in den vergangenen Tagen ebenfalls asphaltiert worden sei, „wenn auch nicht ganz so dick, wie in dem anderen Bereich.“ Damit solle der Hang vor Feuchtigkeit geschützt werden. „Wir werden uns aber bei allem im ursprünglich geplanten Kostenrahmen in Höhe von 500.000 Euro bewegen“, berichtet er. Wenn die Straße dann drei Tage früher als geplant für den Verkehr freigegeben werde, werde die Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 70 aufgehoben.

Alternative Strecke

Noch bis zu dieser Zeit müssen die Autofahrer von Braunlage aus zunächst über die B4/B242 in Richtung Sonnenberg und von dort nach St. Andreasberg fahren, wenn sie nach Bad Lauterberg wollen. Von der Bergstadt geht es weiter über die Landesstraße 520 nach Bad Lauterberg und von dort auf die B27 – für die Gegenrichtung entsprechend umgekehrt. Eine Alternative insbesondere an den Wochenenden, wenn viele Tagesausflügler im Harz sind, ist die Fahrt von Braunlage über die Landesstraße 620 nach Wieda , dann nach Bad Sachsa, von dort auf die Bundesstraße 243 in Richtung Bad Lauterberg.

Dieser Neubau einer Stützwand in diesem Bereich, die durchschnittlich fünf Meter hoch sein müsse, und das auf einer Länge von mehreren Hundert Metern, sei nicht nur planerisch eine Herausforderung, erklärte Günter Hartkens auf GZ-Nachfrage. „In diesem Gebiet gibt es spezielle Schutzflächen“, sagte der Geschäftsstellenleiter. Dabei handele es sich um ein sogenanntes FFH-Gebiet (FFH steht für Flora, Fauna, Habitat, also ein Bereich, in dem Pflanzen , Tiere und deren Lebensraum entsprechend geschützt werden). In diesem Bereich könne nicht einfach mit Baufahrzeugen angerückt werden, sondern es müsse vielmehr ein umfangreiches Genehmigungsverfahren geben, und das sei kompliziert.

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