BI: Bürger sind die Gewinner einer Südharz-Fusion

Bad Lauterberg.  Die Bürgerinitiative Bad Lauterberg spricht bei ihrer Jahresversammlung über aktuelle Themen und die Ratsarbeit.

Klaus Richard Behling (von links), Wilfried Spillner, Rainer Eckstein, Pastor Andreas Schmidt und Bürgermeister Dr. Thomas Gans.

Klaus Richard Behling (von links), Wilfried Spillner, Rainer Eckstein, Pastor Andreas Schmidt und Bürgermeister Dr. Thomas Gans.

Foto: Bürgerinitiative Bad Lauterberg

Kurz vor Beginn der derzeitigen Kontakteinschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, konnte die Bürgerinitiative (BI) Bad Lauterberg im großen Saal der Gaststätte Goldene Aue ihre Jahreshauptversammlung abhalten. Als Gäste der Veranstaltung konnte das Vorstandsteam um Klaus Richard Behling, Rainer Eckstein und Wilfried Spillner Bad Lauterbergs Bürgermeister Dr. Thomas Gans und den Pastor der Lauterberger Paulus-Gemeinde, Andreas Schmidt, begrüßen.

In seinem Vortrag gab Vorsitzender Behling einen Abriss über die Aktivitäten der BI im Berichtsjahr 2019/2020. So habe man unter anderem auf dem Lauterberger Boulevard dreimal einen Informationsstand zum Thema „Mögliche Fusion der Südharz-Gemeinden Bad Lauterberg und Walkenried“ aufgebaut, um zusammen mit dem SPD-Ortsverein Bad Lauterberg über das Thema zu informieren. Der BI sei es wichtig gewesen, die Bürger objektiv aufzuklären – ohne bereits im Vorfeld negative Stimmung zu schüren oder nur die negativen Elemente einer möglichen Fusion in den Vordergrund zu stellen. Jede Behauptung der Fusionsgegner ließe sich, so Behling, mit vernünftigen Gegenargumenten widerlegen.

Die Arbeit im Rat der Stadt gestalte sich aus Sicht der Bürgerinitiative nicht immer einfach. Trotzdem müsse man die gute Zusammenarbeit mit CDU und SPD herausstellen, so Behling. Auch wenn man nicht immer einer Meinung sei, was in einer Demokratie normal ist, habe man stets versucht, Lösungen und Beschlüsse zum Wohle der Einwohner zu finden.

Ja, die BI würde eine Fusion der Südharz-Gemeinden begrüßen, sagte Behling weiter. Nur so ließe sich Bad Lauterberg und seine Nachbargemeinde Walkenried zukunftsorientiert aufstellen. Niemand verliere seine lokale Identität nur aufgrund eines verwaltungstechnischen Zusammenschlusses. Ganz im Gegenteil: Am Ende einer Fusion würden die Bürgerinnen und Bürger die Gewinner sein, so der BI-Vorsitzende.

Rainer Eckstein berichte im Anschluss aus der Arbeit der BI-Fraktion im Rat der Stadt und bestätigte die grundsätzlich gute Zusammenarbeit der Ratsfraktionen, zumindest mit SPD und CDU.

In seinem Grußwort betonte Pastor Andreas Schmidt, dass Zusammenarbeit immer wichtig sei. Durch diese entstehen Synergieeffekte, die den Menschen zu Gute kommen, so Schmidt. Die Paulus-Gemeinde lädt zu verschiedenen Veranstaltungen ein, die Jugendkirche sei hierbei ein gutes Beispiel und zeige den Zusammenhalt von Alt und Jung. Vor allem geht es Schmidt um die Frage, wie junge Menschen in der heutigen Zeit an den gesellschaftlichen Prozessen so beteiligt werden können, dass die Rechte künftiger Generationen heute schon mitgedacht werden.

Bürgermeister Gans gab Sachstandsinformationen zum Thema Fusionsvorhaben der Stadt Bad Lauterberg mit der Gemeinde Walkenried. Der BI-Vorstand bedankte sich für den objektiven Bericht.

Dass sich die BI künftig mehr um Mitglieder-Werbung unter jüngeren Menschen bemühen will, wurde bei der Versammlung auch mitgeteilt. Die Mitglieder hatten zuvor Marko Luthin zum neuen zweiten Kassenprüfer gewählt.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Leserkommentare (2)