Vereinsarbeit

Nach dem Lockdown: Frauenchor Badenhausen schaut nach vorne

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Die geehrten und gewählten Mitglieder des Frauenchores Badenhausen zusammen mit Ortsbürgermeister Erich Sonnenburg.

Die geehrten und gewählten Mitglieder des Frauenchores Badenhausen zusammen mit Ortsbürgermeister Erich Sonnenburg.

Foto: Petra Bordfeld / HK

Badenhausen.  Der Frauenchor Badenhausen freut sich, nach dem Corona-Lockdown wieder singen zu können.

Seine große Freude über die Tatsache, dass der Frauenchor Badenhausen wieder seine Stimmen erhebt, brachte Ortsbürgermeister Erich Sonnenburg während der Jahreshauptversammlung eben dieses Chores in seinem Grußwort zum Ausdruck.

Doch bevor seinen Worten gelauscht wurde, legte erst einmal die erste Vorsitzende, Margrit Müller, ihren Bericht vor und erinnerte daran, dass es vor dem Neustart in diesem Jahr die letzte Singstunde im März 2020 gegeben habe. Die Zeit zwischen diesen beiden Terminen sei für den Chor schwierig gewesen. Die Sängerinnen hätten zwischendurch immer wieder versucht, die Singstunden neu aufzunehmen, seien aber durch die hohen Zahlen der Corona-Infizierten stets gebremst worden. „Denn die Sicherheit stand für uns an erster Stelle“.

Zu der Pandemie hätten sich leider noch zwei weitere negative Gegebenheiten gesellt: Zuerst stand fest, dass man nach mehreren Jahrzehnten in ein neues Singlokal umziehen musste, weil ihr Singlokal die Türen für immer geschlossen hat. „Dabei haben wir uns all die Jahre im Gasthaus Behrens sehr wohlgefühlt“. Man sei allerdings sehr dankbar, dass man im „Deutschen Haus“ gut aufgenommen worden sei.

Chor ist kleiner geworden

Besonders habe sie die schwere Erkrankung ihrer Chorleiterin Swetlana Gauks getroffen, die aber schon auf dem guten Weg der Besserung sei. Dankeswerter Weise habe Alexandra Hinz seit dem den Taktstock in die Hand genommen, denn sie singt nicht nur schon lange in dem Chor, sondern sie verfüge um ein großes Spektrum an fachlichem Wissen. Erfreulicherweise dürfe man sich mittlerweile wieder einmal in der Woche treffen, so erklärte Margit Müller weiter.

Bei dem gemeinsamen Singen und Üben sei festzustellen, dass sich die Stimmen nach der langen Pause langsam wieder an das Singen gewöhnen. „Uns allen hat das Singen sehr gefehlt und wir freuen uns sehr, wieder gemeinsam singen zu können“, so Müller. Sie dankte all den Sängerinnen, die den Wiederbeginn gewagt hatten.

Leider sei der Frauenchor im Laufe der zurückliegenden zwei Jahre kleiner geworden, dürfe sich aber auch über zwei neue Sängerinnen freuen. „Es wäre sehr schön, wenn wir noch weitere Unterstützung bekämen“.

Chorleiterin Alexandra Hinz hielt auch nicht mit der Freude hinterm Berg, dass die Frauen zusammen hielten und jetzt nach unendlich langer Zeit die Stimmen wieder erheben. „Wir haben die Lieder noch in den Köpfen, bauen darauf langsam wieder auf und es klappt schon ganz gut“. Chorleiterin Hinze brachte außerdem die Hoffnung zum Ausdruck, dass es noch viele Jahre klappen werde.

Vereinsleben hat dem Ort gefehlt

Erich Sonnenburg versicherte, dass er sehr froh über die Tatsache sei, dass das Vereinsleben wieder in Gänge gekommen ist. Genau das habe Badenhausen gefehlt. Außerdem seien der Frauenchor und der MGV Badenhausen sowie der Gemischte Chor Oberhütte tragende, kulturelle Säulen der Ortschaft und sorgten immer wieder dafür, dass von dem singenden Dorf gesprochen werde.

Sonnenburg verkündete weiter: „Dass ihr mit Singen angefangen habt, ist toll, dann dürfte es vielleicht bald wieder ein Konzert geben, wo alle drei Chöre zu hören sein werden“.