Lennon in Love

Braunschweig  Braunschweig zeigt Kunst des Ex-Beatles.

John Lennons Plastik von sich..

John Lennons Plastik von sich..

Foto: Prüsse

„All you need is love“ – für Jochen Prüsse war weniger John Lennons Musik als sein Friedensengagement Anlass, sich näher mit dem Ex-Beatle zu befassen. Es erklärt sich aus der Biografie des Braunschweiger Kunst-Initiators, der ein Jahr älter ist als Lennon und so nicht zur Generation der wesentlich jüngeren Fans des Musikers gehörte.

Vom 1. September bis 20. November präsentiert Prüsses Stiftung in der Jakob-Kemenate und vier Satellitenstationen vom Hauptbahnhof bis zum Augustinum Karikaturen und Zeichnungen John Lennons (1940-1980).

„Mich faszinieren Doppelbegabungen“, erklärt Prüsse seine Vorliebe. Tatsächlich begann Prüsse mit Ausstellungen des Dichter-Bildhauers Ernst Barlach oder des Schriftsteller-Zeichners Günter Grass sein Kunst-Engagement in der Region. „Lennon sang, dichtete, zeichnete, er hatte keinerlei Berührungsängste mit den Kunstgattungen, keinen Respekt vor dem Meisterlichen, er tat es einfach. Und ob es in die Kategorie E oder U fiel, war ihm völlig egal“, erzählt Prüsse. Allerdings hatte Lennon von 1956 bis zur Gründung der Beatles 1960 an der Kunsthochschule in Liverpool studiert.

Die nach Braunschweig entliehenen Werke stammen von dem Lennon-Fan Michael-Andreas Wahle. Blättert man durch den Sammlungskatalog, findet sich darin auch allerlei Erotisches. „Vieles war bei Lennon Provokation. Wir haben nun nicht gerade die drastischsten Bilder ausgesucht, die anderen bringen sein Anliegen, für Liebe und Frieden zu demonstrieren, oft besser rüber“, so Prüsse. Dazu gehörten die Zeichnungen für ein Kinderbuch, das er durch seinen kleinen Sohn kommentieren ließ.

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