Der VfL Wolfsburg setzt sich in der Bundesliga oben fest

Wolfsburg.  Der 2:0-Sieg des VfL Wolfsburg gegen Schalke 04 steht früh fest. Wout Weghorst und Xaver Schlager treffen für den VfL, der nun auf Rang 5 steht.

Hier köpft Wout Weghorst zum 1:0 für den VfL Wolfsburg gegen Schalke 04 ein. 

Hier köpft Wout Weghorst zum 1:0 für den VfL Wolfsburg gegen Schalke 04 ein. 

Foto: Tim Rehbein / regios24

Die Vorzeichen der Bundesliga-Partie zwischen dem FC Schalke 04 und dem VfL Wolfsburg waren eindeutig: Die Königsblauen hatten bis Samstagnachmittag noch kein einziges Liga-Spiel gewonnen, die Grün-Weißen noch keines verloren – und schon nach drei Minuten legten die Gäste den Grundstein dafür, dass beide Serien weiterhin Bestand haben. Wout Weghorst köpfte den VfL zur 1:0-Führung, und nur 20 Minuten später erzielte Xaver Schlager das 2:0 . Während die Schalker weiterhin im Ligakeller herumtorkeln, beißen sich die Wolfsburger nach dem zweiten Sieg in Folge oben fest.

Wolfsburgs Coach Oliver Glasner hatte nicht viele Gründe, seine Mannschaft nach dem 2:1-Erfolg gegen Hoffenheim vor der Länderspielpause zu verändern, einzig Admir Mehmedi spielte von Beginn an für Maximilian Philipp. Der Schweizer zeigte sofort seine Qualitäten und agierte handlungsschnell und passsicher im offensiven Zentrum.

Mehmedi führt sich schnell ein

Der Beweis: Mehmedi leitete nach zwei Minuten die erste dicke VfL-Chance ein, doch Schlagers Abschluss wurde noch zur Ecke geklärt. Den folgenden Ball zog Maximilian Arnold dann gekonnt auf den Schädel des einlaufenden Weghorst, der die Kugel über den Innenpfosten ins Tor köpfte – die frühe Führung, die bei den Wolfsburgern für Selbstvertrauen sorgte. Und bei den Schalkern für einen Schock.

Toller Spielzug zum 2:0

In der unmittelbaren Folge hätten Weghorst (8. Minute), Ridle Baku und Arnold (14.) sowie ganz besonders Renato Steffen (20.) die Führung ausbauen können, teils sogar müssen. Doch noch blieb es beim 1:0. Die nächste Möglichkeit verwerteten die Gäste in der leeren Veltins-Arena jedoch – und zwar nach einem klasse Spielzug. Jérôme Roussillon passte zu Weghorst, der zu Schlager, der zu Steffen, der zu Weghorst, der wieder zu Schlager, und der Österreicher stellte auf 2:0. Ein toller und dynamischer Spielzug. Den desolaten Schalkern ging das hier alles viel, viel zu schnell.

Baum stellt früh um

Nach dem 2:0 stellte Schalkes Coach seine Formation von einer Dreier- auf eine Viererkette in der Abwehr um. Und bald darauf veränderte sich die Statik des Spiels. Die Schalker bekamen nun mehr Zugriff auf die Wolfsburger, und in den fünf Minuten vor der Pause spielten sie sich sogar Chancen heraus. Doch erst störte Baku den S04-Stürmer Goncalo Paciencia beim Abschluss (40.), dann zielte der kurz zuvor eingewechselte Benito Raman zu hoch (45.). Zur Pause hieß es dennoch 2:0 für starke Wolfsburger.

Schalke nun besser

Doch auch Hälfte 2 begann mit offensiven Gelsenkirchenern: Wieder zielte Paciencia nicht genau genug (46.). Glasners Team hatte nun Mühe, die Kontrolle über die Partie wieder zu erlangen. Nur: Druck konnten die Schalker auch nicht aufbauen. So befreite sich der VfL relativ unbeschwert auf spielerische Art. Weghorst hätte nach tollen Zusammenspiel zwischen Josip Brekalo und Steffen aus kurzer Distanz beinahe auf 3:0 gestellt (64.). Dann wäre diese Partie wohl schon früh vollkommen entschieden gewesen.

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Vergleich zu Hoffenheim

Schalke trat in der zweiten Hälfte längst nicht mehr so desolat auf wie noch im ersten Abschnitt. Das lag auch daran, dass die Wolfsburger ihren Fokus der sehr starken Startphase nicht mehr wiederfanden. Der Vergleich zum Spiel gegen Hoffenheim-Spiel liegt nahe. Auch da ging Glasners Team früh mit 2:0 in Führung. Waren es auf Schalke die Minuten 3 und 26, hatte es der VfL gegen die Kraichgauer in den Minuten 5 und 26 klingeln lassen, aber danach die Dominanz nicht durchziehen können.

Nächsten Gegner machen Hoffnung

Gegen Hoffenheim mussten die Wolfsburger dann am Ende zittern. Gegen Schalke nicht. Die Gelsenkirchener werden in dieser Saison wohl nicht mehr aus dem Keller herauskommen und bis zum Ende um den Klassenerhalt kämpfen. Die Grün-Weißen allerdings haben sich jetzt oben festgesetzt. Die nächsten Gegner heißen Bremen, Köln und Frankfurt. Da ist etwas möglich.

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