1:1 in Mönchengladbach: VfL Wolfsburg spielt wieder remis

Mönchengladbach.  Jonas Hofmann bringt die Borussia in Führung, Wout Weghorst erzielt das 1:1. Im Rheinland war mehr drin für den VfL Wolfsburg als nur ein Punkt.

Ein umkämpftes Duell: Gladbachs Steven Lainer (links) gegen Wolfsburgs Jérôme Roussillon.

Ein umkämpftes Duell: Gladbachs Steven Lainer (links) gegen Wolfsburgs Jérôme Roussillon.

Foto: Frederic Scheidemann / Getty Images

In Mönchengladbach gab es für den VfL Wolfsburg das vierte Unentschieden dieser Bundesliga-Saison. Trotz einer vor allem in der zweiten Hälfte ansprechenden Leistung hat das Team von Trainer Oliver Glasner nach vier Spielen nun nur vier Punkte auf dem Konto. Es hätten mehr sein können. Neu-Nationalspieler Jonas Hofmann erzielte per Strafstoß den Führungstreffer fürs Heimteam vor 300 Zuschauern im Borussia-Park (78. Minute). Wout Weghorst glich kurz danach aus (85.).

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Die erste Hälfte gehörte den Gastgebern, die sich fünf große Torgelegenheiten erarbeiteten. Die beste ließ Nationalspieler Florian Neuhaus aus, als er an den Pfosten köpfte (21.). Aber auch Lars Stindl (1.), Marcus Thuram (11.), Hofmann (35.) und Nico Elvedi (42.) hatten Chancen. Und der VfL? Verzeichnete durch Josip Brekalo und Wout Weghorst (18.) zwei vernünftige Abschlüsse. Ansonsten blieben in der Offensive viele Aktionen aber in der Entstehungsphase hängen.

Bakus erfreuliches Debüt

Erfreulich: Neuzugang Ridle Baku, der Anfang Oktober für 10 Millionen Euro Ablöse aus Mainz gekommen war, lieferte ein auffälliges Startelfdebüt im VfL-Trikot ab. Technisch versiert, schnell und zweikampfstark präsentierte er sich auf der rechten Seite der Viererkette, auf der es der Neu-Wolfsburger mit Gladbachs Thuram zu tun bekam. Es gibt sicher angenehmere Gegenspieler. Der zweite Oktober-Zugang Maximilian Philipp saß zunächst auf der Bank.

Überspielter Schlager muss raus

Hälfte 2 begann für Gladbachs Torhüter Yann Sommer schmerzhaft. Keine 60 Sekunden waren gespielt, als Brekalo abschloss und den Schweizer Nationaltorhüter voll im Gesicht traf. Ein Warnschuss mit Wirkung? Vorerst nicht. Xaver Schlager erlebte diese Szene schon nicht mehr mit. Der Nationalspieler Österreichs, der schon vor der Länderspielpause arg überspielt wirkte und in dieser nun intensiv beschäftigt war, war dennoch von Glasner in die Startelf berufen worden. In der Pause korrigierte der VfL-Trainer seine Wahl und tauschte den frischen Yannick Gerhardt für Schlager ein.

Partie auf niedrigem Niveau

Die Partie bewegte sich in den 15 Minuten nach der Pause auf niedrigem Bundesliga-Niveau. Erstaunlich bei der individuellen Klasse der Akteure, die auf dem Rasen standen - und zwar auf beiden Seiten. Admir Mehmedi (57.) nach einem Standard kreierte noch die beste Möglichkeit dieser Phase. Aber sie wurde entschärft. Maximilian Arnolds Fernschuss (63.) war die nächste gute Aktion. Nur: Wieder ergab sich kein Tor.

Nur 300 Zuschauer erlaubt

Aber nun wurde spürbar vor den nur 300 erlaubten Zuschauern im Borussia-Park: Die Wolfsburger können beim Champions-League-Teilnehmer mehr erreichen als ein torloses Remis. Erneut Brekalo (66.) hatte die Führung auf dem Fuß, doch Neuhaus stoppte den Kroaten im letzten Moment. Jetzt war das Momentum klar auf Wolfsburger Seite.

Lacroix’ zu kurzer Pass

Mitten in die beste VfL-Phase hinein kam ein Pfiff des Schiedsrichters Daniel Schlager. Maxence Lacroix hatte einen etwas zu kurzen Rückpass zu Koen Casteels gespielt, Marcus Thuram war dazwischen gespritzt, und hatte den Ball am VfL-Torhüter vorbeigelegt. Casteels rasselte mit dem jungen Franzosen zusammen. Klare Sache: Strafstoß. Der Wolfsburger musste nach dem Zusammenprall noch länger behandelt werden. Verunsichert wurde der Gladbacher Schütze dadurch nicht. Nationalspieler Hofmann schoss zum 1:0 ein (78.).

VfL wehrt sich

Aber Glasners Team knickte nicht ein. Sieben Minuten nach dem Nackenschlag spitzelte Baku den Ball im Borussia-Strafraum zu Wout Weghorst, der zum 1:1 einschoss (85.). Es war das erste Ligator des Niederländers, der zuvor nie in Mönchengladbach getroffen hatte: Fluch besiegt.

Hier war mehr drin für Glasners Mannschaft, die nächsten Sonntag Arminia Bielefeld empfängt. Mönchengladbach muss in der Liga in Mainz ran.

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