Keiner ist schneller als der Rekordsieger Florian Reichert

Brocken.  Bei der Brocken-Challenge legt der Ausdauerspezialist die 80 Kilometer von Göttingen bis auf den Gipfel in gerade einmal 6:41 Stunden zurück.

Florian Reichert steht nach der Brocken-Challenge als Erster auf dem Harz-Gipfel.

Florian Reichert steht nach der Brocken-Challenge als Erster auf dem Harz-Gipfel.

Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / ZB

Der Seriensieger hat einmal mehr zugeschlagen. Zum siebten Mal in Folge war Florian Reichert bei der Brocken-Challenge nicht zu bezwingen und stürmte als Schnellster von Göttingen aus auf den höchsten Harzgipfel. Nach 6 Stunden und 41 Minuten stand der langjährige Göttinger und inzwischen an den bayrischen Tegernsee umgezogene Sportlehrer ganz oben und wurde von seinen Unterstützern und Liebsten herzlichst in Empfang genommen. Das obligatorische Siegerfoto mit dem Kuss für den Brockenstein durfte natürlich nicht fehlen.

Mit seinem Lauf schrammte Reichert knapp an seinem eigenen Streckenrekord vorbei. Bei der Brocken Challenge 2015 hatte der Ausdauer- und Berglaufspezialist sogar nur 6:33 Stunden benötigt, seine diesjährige Zeit war aber die zweitschnellste jemals notierte Endzeit.

Über herausragende Ergebnisse bei dem Wohltätigkeits-Ultra-Marathon durften sich auch zwei Starter aus dem Altkreis Osterode freuen. Michael Wagner aus Lonau erreichte nach 7:46 Stunden gemeinsam mit Frank Wiegand (Ober-Ramstadt) den Gipfel, sie teilten sich den dritten Rang. Thomas Simon aus Osterode hatte die gut 80 Kilometer und 1.900 Höhenmeter nach 8:16 Stunden bewältigt und verpasste als Gesamtelfter nur knapp einen Platz in den Top Ten. Unterwegs hatten die Teilnehmer mit einigen schlammigen Passagen zu kämpfen, letztlich aber doch Glück mit der Witterung. Am Sonntag hätte das Rennen wohl aufgrund des Sturmes nicht stattfinden können, so war es über weite Strecken sogar fast windstill.

Jeder Teilnehmer ein Sieger

Gefeiert wurden auf dem Gipfel und entlang der Strecke aber alle, die sich der Herausforderung gestellt hatten. 184 Finisher, so viele wie noch nie, hatten vom Göttinger Kehr aus die Strecke durch das Eichsfeld, entlang der Rhumequelle, Königshagen, Barbis und das Steinatal hoch in den Harz gemeistert. Der letzte Läufer erreichte dabei nach 13:27 das Ziel, gerade noch rechtzeitig, bevor die ersten Ausläufer des Sturmtiefs Sabine den Brocken erreichten.

Seit 2004 findet die Brocken-Challenge jährlich im Februar statt. Aus einem kleinen Event ist mittlerweile ein großer Wohltätigkeitslauf geworden, bei dem die Startplätze heiß begehrt sind. Organisiert von den Mitgliedern des Göttinger Vereins Ausdauer-Sport für Menschlichkeit werden die Startgelder komplett als Spenden für kleinere, gemeinnützige Institutionen und Vereine aus der Region verwendet. Knapp 300.000 Euro sind so bei den bisherigen Läufen zusammengekommen.

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