Volleyballer des SuS Tettenborn sind dank Satzquotient Meister

Tettenborn  Die Mannschaft sichert sich am letzten Spieltag den Titel in der Bezirksklasse. Vor dem Saisonstart wollte man das Team noch abmelden.

Die Volleyballmannschaft des SuS Tettenborn. 

Die Volleyballmannschaft des SuS Tettenborn. 

Foto: SuS Tettenborn / Verein

Großer Jubel bei den Volleyball-Herren des SuS Tettenborn. In einem Herzschlagfinale sichert sich das Team am letzten Spieltag den Meistertitel in der Bezirksklasse Südniedersachsen. Am Ende entschied ein einziger Satz über die Meisterschaft.

Die Ausgangssituation vor dem letzten Spieltag war extrem spannend: Wenn der SC Weende gegen die SG Lenglern zwei Sätze verliert und Tettenborn gegen den gleichen Gegner ohne Satzverlust gewinnt, konnten die Südharzer noch Meister werden.

Mit Hauptangreifer Thomas Boeck und Betreuer Jan Mohr fielen ausgerechnet zum Saisonhöhepunkt zwei erfahrene Stützen aus. Julian Ludwig und Florian Bergmann übernahmen und das sei vorweggenommen: sie stellten das mit 17,8 Jahren im Schnitt extrem junge Team hervorragend ein.

Der Spieltag nahm dramaturgisch den erhofften Verlauf: Lenglern verlor gegen Weende in einem packenden Match mit 2:3 (-17, 21, 23, -18, 12). Tettenborn konnte damit aus eigener Kraft Meister werden und die jungen Spieler nahmen die Aufgabe entschlossen an. Mit einer der besten Saisonleistungen gewannen sie gegen Lenglern 3:0 (-14, -22, -21).

Tettenborn und Weende waren damit nicht nur punktgleich, sondern hatten auch die gleiche Anzahl Siege und mit +6 das gleiche Satzverhältnis. Der Satzquotient musste entscheiden und der sprach mit 1,5 gegenüber 1,4 knapp für den SUS Tettenborn.

Ein Erfolg mit dem vor einem Jahr wohl niemand gerechnet hatte. Nach sechs Abgängen wollte Tettenborn seine Herrenmannschaft aus dem Volleyball-Spielbetrieb zurückziehen, entschied dann jedoch anders. Mit fünf U16-Spielern, einigen Spielern aus dem ehemaligen Herrenteam und den Senioren Boeck und Mohr meldete das Team für die Bezirksklasse Süd. „Von Beginn an war es Ziel, den Jugendlichen viel Spielzeit zu geben“, erläutert Mohr das Saisonziel. Immer drei sollten mindestens auf dem Feld stehen.

Zu Saisonbeginn kostete das Lehrgeld. Die ersten drei Partien gingen glatt mit 3:0 verloren. Aber die jungen Spieler lernten aufmerksam und schnell stellten sich Erfolge ein. Zuletzt ging Team sechsmal in Folge als Sieger vom Feld. „Am liebsten würden sie dreimal die Woche trainieren“, berichtet Stephan Büschel, der das Training leitet. „Viele spielen ja noch U16 und machen von Monat zu Monat sichtbare Fortschritte.“

Ein Baustein für den erfolgreichen Saisonverlauf ist für Büschel aber auch die Zusammenarbeit zwischen Verein und Schule: „Die 14- und 15-jährigen stammen allesamt aus der Volleyball-AG des Pädagogiums Bad Sachsa und profitieren ungemein vom Training mit erfahrenen Herrenspielern und den regelmäßigen Testspielen unter Wettkampfbedingungen.“

Und sie sind ehrgeizig: Als Meister wollen sie aufsteigen und auch die Herausforderungen der Bezirksliga annehmen. „Ich werde sie nicht bremsen“, schließt Büschel das Gespräch mit einem Augenzwinkern.

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