Jonas Just quält sich ins Ziel

Darmstadt  Der Crossläufer der LG Osterode absolvierte trotz Verletzung die ein Gegner beim Start verursachte sein Rennen über 4.200 Meter.

Das Wettkampfteam der LG Osterode nach dem Crosslauf in Darmstadt. 

Das Wettkampfteam der LG Osterode nach dem Crosslauf in Darmstadt. 

Foto: LG Osterode

Vier Nachwuchsläufer der LG Osterode beim diesjährigen Crosslauf in Darmstadt an den Start und mussten sich hier einem traditionsgemäß sehr starken Teilnehmerfeld stellen.

Bei guten Wetterbedingungen mit Temperaturen von rund 8 Grad und teilweise sogar leichtem Sonnenschein galt es für die Athleten einen Rundkurs von ca. 1.200 Metern zuzüglich Start- und Zielbereich, der mit drei kräftezehrenden kurzen giftigen Ansteigen sowie mehreren Heuballen gespickt war, zu durchlaufen. Alle Läufer kamen mit diesen Bedingungen sehr gut klar und konnten sich gegen die starke Konkurrenz behaupten, wobei das beste Tagesergebnis dem jüngsten LGO-Athleten vorbehalten war.

Jannik Just (Jahrgang 2010) der die Runde einmal absolvieren musste und so auf eine zu Wettkampfdistanz von ca. 1.300 Metern kam, ging ein sehr zügiges Tempo an und führte das Feld lange an. Am Ende musste er der schweren Strecke aber Tribut zollen und ihn verließen die Kräfte, so dass er das hohe Tempo nicht halten konnte und einen anderen Athleten vorbeiziehen lassen musste. Dennoch stand im Ziel in der guten Zeit von 4:58,4 Min. ein starker zweiter Platz in der Altersklasse (AK) M8 zu Buche.

Ebenfalls einen perfekten Tag erwischte Milena Riehn (Jg. 2005), die eine Strecke von ca. 2.500 Metern zu bewältigen hatte. Leider hat sie den Start etwas verschlafen und fand sie sich zunächst in der Mitte des Feldes wieder. Mit einer starken kämpferischen Leistung gelang es ihr dann aber, eine Konkurrentin nach der anderen zu überholen und so Platz für Platz gutzumachen, was allerdings sehr viel Kraft kostete. Da sie aber bis ins Ziel an ihre Grenzen ging, konnte sie sich in der sehr starken Zeit von 9:53,2 Min. über den hervorragenden dritten Platz in der AK W13 und damit über eine Podestplatzierung freuen.

Über die gleiche Distanz musste auch Lena Morig (Jg. 2004) an den Start. Auch sie verpasste leider den Start und musste sich zunächst am Ende des Feldes einreihen. Aber auch Morig gelang es dann im Verlauf des Rennens einige Plätze gutzumachen und bis zum Ende zu kämpfen, wobei ihr die anspruchsvolle Strecke doch zu schaffen machte. Mit der Zeit von 10:04,4 Min. und dem fünften Platz in der AK W14 blieb sie dann aber etwas hinter ihren Erwartungen zurück und konnte nicht ganz zufrieden sein.

Im vorletzten Rennen des Tages musste sich noch Jonas Just (Jg. 2001) der Konkurrenz stellen. Für die Athleten dieses Rennens galt es nach einer Einführungsrunde von ca. 600 Metern die 1.200m-Runde dreimal zu absolvieren, so dass eine Gesamtdistanz von ca. 4.200 Metern zu bewältigen war, wobei Just großes Pech hatte.

Sowieso noch von einer Erkältung am Anfang der Woche geschwächt und nicht im Vollbesitz seiner Leistungsfähigkeit, musste er das gesamte Rennen dann auch noch unter Schmerzen absolvieren, da ihm ein anderer Läufer direkt nach dem Start nach 50 Metern mit seinen Spikes in die Achillessehne getreten hat. Anstatt auszusteigen entschied er sich aber weiterzulaufen und zu kämpfen, da dieser Lauf auch gleichzeitig der letzte Wertungslauf im Rahmen des Deutschen Cross-Cups 2018 war und er hier noch Punkte sammeln wollte.

Trotz des Handicaps lief Just erstmal in der Spitzengruppe mit, musste dann Mitte der zweiten großen Runde aber doch einige Konkurrenten ziehen lassen. Die schwere Strecke machte sich am Fuß mehr und mehr bemerkbar, so dass er nur mit viel Willensstärke weiterlaufen konnte. So konnte er am Ende in der Zeit von 13:52,4 Min. noch einen guten fünften Platz in der AK U18 ins Ziel retten. Mit dieser Platzierung sicherte er sich dann auch verdient den ersten Platz in der Gesamtwertung des Deutschen Cross-Cups in der AK U18.

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