U21 gegen Wales: Stefan Kuntz setzt auf den Ridle-Baku-Effekt

Wolfsburg.  Ridle Baku vom VfL Wolfsburg soll im EM-Quali-Spiel mit der U21 gegen Wales vorangehen. Selbstvertrauen sollte er nach seinem A-Debüt haben.

Ridle Bakus Erzählungen erfreuten Stefan Kuntz.

Ridle Bakus Erzählungen erfreuten Stefan Kuntz.

Foto: Darius Simka / regios24

Für Stefan Kuntz hatte Ridle Bakus Debüt in der A-Nationalmannschaft mehr als einen positiven Aspekt. Der Rechtsverteidiger des VfL Wolfsburg tankte durch seinen Einsatz beim 1:0-Testspielsieg gegen Tschechien Selbstvertrauen, das er bei der U21 heute im entscheidenden EM-Qualifikationsspiel gegen Wales im Eintracht-Stadion (18.15 Uhr/ProSieben Maxx) einbringen kann. Doch viel wichtiger für den Bundestrainer der ältesten deutschen Nachwuchsmannschaft: Es hatte auch Einfluss auf seine anderen Spieler.

Die fragten Baku nämlich aus. Was war der größte Unterschied? Der erste Kontakt und die Passqualität, entgegnete der Debütant und zauberte seinem Coach so ein Lächeln ins Gesicht. Denn der fühlte sich bestätigt.

Ridle Baku nennt die Unterschiede zur U21 – Stefan Kuntz freut es

Beim dürftigen 1:1 in Braunschweig gegen Slowenien war von diesen Qualitäten wenig zu sehen. „Dieses Spiel sollte uns Warnung genug sein“, hatte der 58-Jährige anschließend gesagt. Gegen die Waliser wird das anders laufen müssen. Im Fernduell mit Belgien, das gegen Bosnien-Herzegowina antritt, steht nicht wie zuletzt eine zusammengewürfelte Elf mit vielen Neulingen auf dem Platz, sondern die beste, die zur Verfügung steht. Mit dem Ex-Wolfsburger Lukas Nmecha, Niklas Dorsch, Amos Pieper – und eben Baku, der nur eine halbe Trainingswoche mit der U21 absolviert hatte.

Sein Bundestrainer bewertete den Aufenthalt in Wolfsburg mit den Spielen in Braunschweig schon jetzt als überragend. „Die Bedingungen waren super. Alle haben einen tollen Job gemacht. Im Hotel, in den Stadien – es geht nicht besser unter den aktuellen Bedingungen“, sagte Kuntz.

Ein Sieg gegen Wales, der sicher das EM-Ticket bedeuten würde, könnte das Fazit noch positiver ausfallen lassen. Was es dafür braucht? „Konzentration beim ersten Kontakt und den Pässen, um gute Aktionen zu kreieren“, sagte der U21-Coach. Ridle Bakus Erzählungen sollten sich die deutschen Spieler also genau einprägen.

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