Verrücktes 2:1: Eintracht feiert 1. Saisonsieg gegen VfL Bochum

Braunschweig.  Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig und der VfL Bochum trennen sich 2:1. Kaufmann und Proschwitz treffen für die Löwen. Dornebusch sieht rot.

Eintracht Braunschweigs Dominik Wydra (rechts) klärt vor Sylvere Ganvoula.

Eintracht Braunschweigs Dominik Wydra (rechts) klärt vor Sylvere Ganvoula.

Foto: Sebastian Priebe / regios24

Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig hat mit 2:1 (1:1) gegen den VfL Bochum gewonnen. Fabio Kaufmann (23.) und Nick Proschwitz (67.) trafen für Blau-Gelb am vierten Spieltag. Simon Zoller hatte Bochum vor 3815 Fans im Eintracht Stadion am Samstagnachmittag in Führung geschossen (5.).

Bereits unter der Woche musste der Aufsteiger die Ausfälle von Iba May und Suleiman Abdullahi (beide Knieprobleme) und Leandro Putaro, Marcel Bär und Felix Kroos (muskuläre Probleme) verkraften. Nur Kroos wurde rechtzeitig fit.

Der Schock ereilte die Eintracht dann früh. Nach mutigem Beginn der Braunschweiger führte Bochums erste Offensivaktion zur überraschenden Führung (5.). Zu einfach ließ die Löwen-Defensive die Bochumer gewähren. Und im Zentrum musste Simon Zoller nur noch einschieben.

Eintracht Braunschweig: Gegen VfL Bochum nur kurz geschockt

Kurz wirkte die Meyer-Elf wie gelähmt. Doch nach einer Viertelstunde war sie wieder da. Die Unsicherheit aus der 1:4-Niederlage schien trotz des frühen Rückschlags abgeschüttelt. Läuferisch und kämpferisch top präsentierte sich die Eintracht. Und belohnte sich postwendend. Fabio Kaufmann ließ Bochum-Keeper Manuel Rieman mit einem flachen Schlenzer ins lange Eck keine Chance (23.). Ausgleich. Und der beflügelte Braunschweig.

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Auch die Umstellungen trugen Früchte. Nico Klaß machte ein gutes Spiel als Linksverteidiger. Danilo Wiebe zeigte sich nach seiner Pause gestärkt auf dem rechten Flügel. Zwar war der VfL die bessere Mannschaft, die immer Gefahr ausstrahlte, aber die Löwen kamen in die Zweikämpfe, bestachen auch nach dem Seitenwechsel durch clevere Ballgewinne. Nur wenn der VfL es schnell machte, zeigte sich, dass den Blau-Gelben noch etwas Stabilität fehlt.

Verrückte Szene mit Eintracht Braunschweigs Torwart Felix Dornebusch

Was dann passierte, bot allerdings Stoff für mehrere Partien. Nach einer Verletzung des starken Yassin Ben Balla schoss Eintracht den Ball ins Aus. Nach dem ausgeführten Fair-Play-Einwurf der Bochumer spielte Klaß einen misslungenen Pass zurück auf Felix Dornebusch im Tor. Sylvere Ganvoula sprintete dazwischen, Dornebusch wehrte außerhalb des Strafraums den Ball ab unds sah rot (59.). Jasmin Fezic kam in die Partie.

Es gab Rudelbildung. Bochums Danilo schlug um sich. Der Videoassistent griff nicht ein. Dass die Bochumer den anschließenden Freistoß zur Eintracht spielten, machte die Sache noch merkwürdiger.

Und Eintracht schlug Kapital aus der Situation. In Unterzahl schoss Kroos beinahe aus großer Entfernung ins Tor. Bochums Manuel Riemann rettete. Die darauffolgende Ecke, getreten von Martin Kobylanski, köpfte Nick Proschwitz wuchtig ins Tor (67.). Die Eintracht führte nun in einem wilden Spiel.

Mit der Einwechslung von Benjamin Kessel stärkte Meyer dann die Defensive. Und auch Yari Otto kämpfte nach seiner Hereinnahme wie ein Löwe. Die Eintracht wehrte sich, wollte den ersten Saisonsieg. Und nach sechs quälenden Minuten Nachspielzeit war der Dreier eingetütet und die Fans waren glücklich.

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