Öffentliche Tagung im Juli

Sorge um tote Bäume im Harz: Nationalpark will aufklären

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Waldwandel am Achtermann.

Waldwandel am Achtermann.

Foto: Danilo Hartung / Nationalpark Harz

Braunlage.  Abgestorbene Bäume im Harz bereite vielen Menschen derzeit Sorge. Der Nationalpark will besser aufklären - mit einer öffentlichen Tagung im Juli.

Die Wälder im Harz durchlaufen einen tiefgreifenden Wandel. Die Ursachen sind offensichtlich: Die menschenverursachte Klimakrise spielt eine wesentliche Rolle, aber auch das menschliche Wirtschaften in der Vergangenheit. Im Nationalpark Harz führt dieser radikale Umbruch zu einem nun sehr schnellen Wandel hin zu großer Naturnähe der früheren großflächig monotonen Wirtschaftswälder. Das teilt dieser jüngst in einem Pressebericht mit.

So alarmierend die Ursachen sind, so positiv sei der Effekt für den Nationalpark und mittelfristig auch für dessen Landschaft, heißt es in der Mitteilung.

Doch die sich so rasch und so tiefgreifend verändernden Landschaftsbilder und die großflächig absterbenden Fichten im Harz ängstigen auch viele Menschen. Touristiker, Wirtschaftsbetriebe und Politiker in der Region machen sich Sorgen über mögliche Konsequenzen.

Raum für Kritischen Austausch

Die Nationalparkverwaltung sieht Kommunikationsbedarf: Eine öffentliche Tagung unter dem Namen „Wald-Wandel-Tage“ veranstaltet der Nationalpark deswegen am 9. Juli im Kurgastzentrum in Braunlage. Damit will die Parkverwaltung ein Angebot der sachlichen Information machen und zum besseren Verständnis in der Öffentlichkeit beitragen. Die Veranstaltungen richten sich neben dem geladenen Fachpublikum an die Bewohner der Nationalparkregion und die Öffentlichkeit. Dabei sollen in Fachvorträgen Facetten des natürlichen Waldwandels – insbesondere unter den klimatischen Entwicklungen – näher beleuchtet. Einer der thematischen Schwerpunkte soll der Waldwandel in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit sein. Eine anschließende Podiumsdiskussion soll Raum für kritische Auseinandersetzungen bieten.

Zum Abschluss der Tagung haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer laut der Pressemitteilung die Gelegenheit, die Waldentwicklung im Nationalpark Harz bei einer geführten Exkursion am 10. Juli zum Achtermann zu erleben. Dabei können sie die vielfältigen Aspekte einer neu entstehenden Wildnis entdecken.

Ein Tagungsbeitrag wird nicht erhoben. Die Teilnahme an der Exkursion ist ebenfalls kostenfrei. Für die Teilnahme an der Exkursion am 10. Juli ist eine Anmeldung bis zum 6. Juli erforderlich, per E-Mail an .. Weitere Informationen zum Programm gibt es unter https://www.nationalpark-harz.de/de/aktuelles/.

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