Wald im Wandel

Tote Fichten: So erklärt Nationalpark Harz die „Baustelle Natur“

| Lesedauer: 2 Minuten
Nationalparkleiter Dr. Roland Pietsch (links) mit Forstwirtschaftsmeister Kai Montag, der letzte Hand an die neuen Informationstafeln „Baustelle Natur“ am Hohne-Hof anlegt.

Nationalparkleiter Dr. Roland Pietsch (links) mit Forstwirtschaftsmeister Kai Montag, der letzte Hand an die neuen Informationstafeln „Baustelle Natur“ am Hohne-Hof anlegt.

Foto: Martin Baumgartner / Nationalpark Harz

Torfhaus.  Im Harz werden neue Themeninseln zum Wald im Wandel installiert. Außerdem: Wald-Wandel-Weg und Urwaldstieg sind wieder geöffnet.

Waldbilder mit vielen toten Fichten sieht man mittlerweile vielerorts, nicht nur im Harz. Dennoch werfen das Ausmaß und die Rasanz des aktuellen Waldwandels in Deutschlands nördlichstem Mittelgebirge bei vielen Gästen Fragen auf.

Seit 2019 wurden daher an stark frequentierten Bereichen des Nationalparks Harz Themeninseln zum Waldwandel installiert. Die zweisprachigen Informationstafeln erlauben Besucherinnen und Besuchern einen Blick hinter die Kulissen der „Baustelle Natur“ im international anerkannten Schutzgebiet und beantworten Fragen rund um die aktuellen Waldbilder und die Zukunft des Nationalparkwaldes.

Fotos und Sichtachsen laden dazu ein, einen direkten Vergleich der sich über die Zeit verändernden Landschaften zu ziehen. Im Nationalpark Harz darf die Natur sich frei entfalten – nach ihren ganz eigenen Regeln. Auch ehemaliger Wirtschaftswald wandelt sich wieder zum wilden Naturwald.

Kein Ende, sondern eine neue Waldwildnis

Tote Fichten sind Zeichen dieses Wandels und wichtige Lebensgrundlage für viele Lebewesen. Zwischen ihren Silberstämmen wächst eine neue Wildnis heran, denn die toten Bäume sind nicht das Ende des Waldes – sie läuten den Beginn einer neuen Waldwildnis ein.

Insgesamt elf Themeninseln finden interessierte Gäste im Nationalparkgebiet.

Die neueste wurde jetzt am Hohne-Hof fertiggestellt, zwei weitere, an der Bremer Hütte und an der Rangerstation Scharfenstein, werden demnächst aufgebaut. Neben insgesamt vier Stationen an der Brockenstraße finden sich weitere Infobereiche auf dem Brockenrundweg, am Achtermann, am Quitschenberg und hinter dem Nationalpark-Besucherzentrum Torf-Haus.

Neue Sonderstempelstelle am Natur-Erlebnispfad Urwaldstieg

Der Frühling beginnt in den Harzer Hochlagen immer etwas später. Dafür zeigt er sich aber in einer bescheidenen und einzigartigen Schönheit.

Zahlreiche Wanderwege, wilde Landschaften und besondere Kleinode der erwachenden Natur warten darauf, entdeckt zu werden. Auch die über den Winter aus Sicherheitsgründen gesperrten Natur-Erlebnispfade Wald-Wandel-Weg bei Torfhaus und Urwaldstieg an der Brockenstraße sind jetzt wieder geöffnet.

Am Urwaldstieg erwartet die Gäste zudem eine neue Sonderstempelstelle der Harzer Wandernadel, welche auch für die Wandernadel „Wildnis-Entdecker“ zählt.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Nationalparks unter www.nationalpark-harz.de/de/natur-erleben/natur-erlebnispfade.

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