Imker in Osterode

Um Bienen und die Umwelt kümmern: Osteroder Imker im Interview

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Andreas Vihs, Vorsitzender des Imkervereins Osterode und Umgebung.

Andreas Vihs, Vorsitzender des Imkervereins Osterode und Umgebung.

Foto: Svenja Paetzold-Belz / HK

Osterode.  Andreas Vihs ist seit 2019 Vorsitzender des Imkervereins Osterode. Welche Herausforderungen sieht er für Vereinsleben und Imkerhandwerk?

Andreas Vihs aus Osterode ist seit 2013 Imker im Imkerverein Osterode und seit 2019 Vorsitzender. Der hauptberufliche Projektmanager spricht im Kurzinterview über Herausforderungen für das Vereinsleben und das Imkerhandwerk.

Das Imkerhandwerk lässt sich schlecht in einer Gruppe ausüben: Inwieweit hat sich die Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen überhaupt auf das Vereinsleben ausgewirkt?

Normalerweise gibt es bei uns vier bis fünf Versammlungen pro Jahr, plus Jahreshauptversammlung, immer ein gemütliches Beisammensein mit bis zu 50 Menschen. Das ist komplett entfallen. Im zweiten Pandemie-Jahr haben wir versucht, das durch Zoom-Meetings auszugleichen. Viele Leute gehen auch zu zweit oder zu dritt an die Bienen, gerade die Jungimker. Das musste natürlich auch stark zurückgefahren werden.

Aktuell treibt der Ukraine-Krieg die Preise für viele Rohstoffe in die Höhe. Ist auch die Imkerei betroffen? Welche Sorgen treiben die Vereinsmitglieder da um?

Man hört es überall in den Medien: Speziell für Zucker aber auch Glaswaren, also für die Gläser, in denen der Honig abgefüllt wird, sind die Preise stark gestiegen. Zusätzlich der Sprit: Wenn man zu mehreren Bienenständen fahren muss, schlägt das zu Buche. Insofern sind unsere Sorgen schon eingetreten. Ansonsten ist die Ukraine einer der Hauptexporteure für Honig nach Europa. Da werden die Liefermengen stark zurückgehen.

125 Jahre Imkerverein und keine Nachwuchssorgen – Was haben Sie vor, um den Verein in eine stabile Zukunft zu führen?

Wir haben in den letzten Jahren viele junge Mitglieder, auch viele Frauen dazugewonnen. Nichtsdestotrotz ist der Großteil der Imkerkollegen älter und männlich. Da wird sich die Anzahl in den nächsten Jahren reduzieren. Ich hoffe aber, dass wir durch den Tag der offenen Tür oder durch Aktionen in Schulen und Kindergärten das Interesse an der Imkerei bei Jüngeren wecken können. Imkerei ist eines der schönsten Hobbys, bei dem man auch noch leckeren Honig ernten kann. Es ist wichtig, sich um die Tiere und die Umwelt zu kümmern. Da ist jedes neue Mitglied willkommen. Wir können nie genug Mitglieder haben.