Drei aktuelle Fälle: Polizei Goslar warnt vor Schockanrufen

Lesedauer: 2 Minuten
Die kürzlich Angerufenen reagierten richtig.

Die kürzlich Angerufenen reagierten richtig.

Foto: fizkes / Shutterstock (Symbol)

Goslar.  Als Druckmittel dient häufig der Vorwand, dass ein naher Angehöriger einen schweren Verkehrsunfall verursacht hat.

Aus aktuellem Anlass warnt die Polizei Goslar vor Schockanrufen. Kriminelle geben sich am Telefon als Polizeibeamte oder Familienangehörige aus und versuchten an das Geld von Senioren in Goslar zu gelangen. Als Druckmittel in verschiedenen Variationen dient häufig der Vorwand, dass ein naher Angehöriger einen schweren Verkehrsunfall verursacht hat.

Aktuelle Fälle in Goslar

So geschehen am Dienstag, 8. Juni, jeweils gegen 15 Uhr, als eine 87-Jährige in der Glockengießerstraße den Anruf erhielt, dass ihre Schwiegertochter, die jetzt bei der Polizei sei, eine Frau totgefahren habe und nun dringend 40.000 Euro für eine Kaution benötige. Außerdem erhielt eine 64-Jährige im Kattenberg einen Anruf angeblich von ihrer Tochter, die unter dem gleichen Vorwand einen Geldbetrag in Höhe von 20.000 Euro erbat, und eine 77-Jährige im Grünberger Weg, die einen Anruf angeblich von ihrer Tochter erhielt, die sie über einen derartigen Unfall unterrichtete, bei dem es in der Folge aber nicht zu einer Geldforderung kam. In allen drei Fällen reagierten die Angerufenen richtig und gingen nicht auf die Forderungen ein, sondern informierten die Polizei. Die Ermittlungen zu den Tätern dauern an.

Die von den Betrügern bei solchen Taten benutzten Namen und Geschichten sind austauschbar, die Masche dahinter bleibt die gleiche. Durch das sofortige unter Druck setzen und geschickte Gesprächsführung wird versucht, dem Angerufenen glaubhaft zu machen, dass ein Angehöriger in einer dringenden oder lebensbedrohlichen Notlage stecke und man dringend Geld schicken solle, um das Leben des Verwandten zu retten oder ihn vor einer Haft zu bewahren.

Ratschläge der Polizei

Die Polizei rät: Gehen Sie auf keinen Fall auf solche Forderungen ein! Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer der betroffene Angehörige ist, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen. Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann. Legen Sie einfach auf und rufen Sie die Ihnen bekannte Telefonnummer des Verwandten an. Geben Sie keine Details zu familiären und finanziellen Verhältnissen preis. Nicht unter Druck setzen lassen. Fordert ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen, besprechen Sie dies mit Ihnen nahe stehenden Personen. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an Unbekannte. Sofort die Polizei über Notruf „110“ verständigen. Bitte warnen Sie auch Mitbürger.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder