Blindgänger in Göttingen gefunden: Evakuierung Ende des Monats

Göttingen  Bei Bauarbeiten in Göttingen ist wohl eine Bombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden worden. Ende Januar soll sie entschärft werden.

Symbolbild

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Foto: Florian Kleinschmidt / Florian Kleinschmidt/BestPixels.de

Bei Bauarbeiten in der Godehardstraße sind verdächtige Objekte im Boden geortet worden. Sehr wahrscheinlich handelt es sich dabei um Bombenblindgänger aus dem 2. Weltkrieg. Das schreibt die Polizei in einer Mitteilung auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Die Entschärfung ist demnach für den 30. und 31. Januar vorgesehen. Die Stadt Göttingen hat unter Telefon 0551-4004048 ein Bürgertelefon eingerichtet. Wer zum Beispiel Unterstützung bei der Unterbringung benötigt, soll sich schnellstmöglich dort melden, spätestens jedoch bis zum 15. Januar. Die Hotline ist täglich von 9 bis 16 Uhr erreichbar.

Für die Entschärfung und die Evakuierung werden Ausnahmeregelungen von der Coronaverordnung gelten

Laut einer Meldung auf der Webseite der Stadt Göttingen wird aufgrund der Gefahrenabwehr eine Ausnahmeregelung der Corona-Bestimmungen greifen. Das habe das Sozialministerium in Hannover Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler mitgeteilt. Dieser habe sich zuvor an das Land gewendet, um eine mögliche Lockerung zu prüfen. Die Niedersächsische Coronaverordnung erlaubt im Rahmen der Gefahrenabwehr Ausnahmen von den Kontaktbeschränkungen.

Die Ausnahmen betreffen zuvorderst die bei der Gefahrenabwehr tätigen Personen, können aber auch angewendet werden, wenn Menschen aufgrund der Gefahrensituation ihre Wohnung verlassen und in einer Sammelunterkunft oder bei Freunden oder Nachbarn untergebracht werden müssen. Umgekehrt gilt das auch für die Personen, die ihre Unterkunft zur Verfügung stellen. Trotzdem müssen die Betroffenen das Abstandsgebot einhalten und eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Die Regeln finden sich im Detail auf der Website der Stadt Göttingen.

Oberbürgermeister: Pragmatische Lösung für eine schwierige Situation

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler sagt: „Das ist eine pragmatische Lösung aus Hannover, die die schwierige Situation erleichtert.“ Der Erste Stadtrat Christian Schmetz, Dezernent für Ordnung und Feuerwehr, appelliert weiterhin an die Anwohner: „Vor dem Hintergrund, dass die verschärften Corona-Regelungen für die von der Evakuierung betroffenen Bürger nicht gelten, bitten wir erneut darum, sich selber zu kümmern und sich privat unterzubringen oder eines der Hotelangebote zu nutzen. Die, die diese Möglichkeit nicht haben, bitten wir erneut, sich bis spätestens diesen Freitag bei uns zu melden, damit wir die Unterkunft in einem Evakuierungszentrum organisieren können.“

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