Marc Diederich leitet die Geschicke der WRG

Osterode.  Der neue Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Göttingen stellt sich vor.

Der neue Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Göttingen, Marc Diederich.

Der neue Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Göttingen, Marc Diederich.

Foto: Ralf Gießler / HK

Nicht nur der Frühling macht alles neu, auch der Herbst, zumindest wenn es die Geschäftsführung der Wirtschaftsförderung Region Göttingen (WRG) betrifft: Seit dem 1. Oktober ist mit Marc Diederich ein neuer Kapitän an Bord und nun verantwortlich für den zukünftigen Kurs (wir berichteten). Zuvor hatte Diederich die Geschäftsstelle Hildesheim der IHK Hannover geleitet. Im Osteroder Büro der WRG sprach er nun mit unserer Zeitung über die ersten Tage im Amt, seine jetzigen Aufgaben und Vorstellungen für die Zukunft.

„Es wäre vermessen zu sagen, dass ich nach relativ kurzer Zeit bei der WRG schon den kompletten Durchblick hätte und mich bereits total eingelebt habe. Ich kenne Südniedersachsen gut, bin ja ein Kind aus der Region und war nie wirklich weg. Doch nach acht Jahren der beruflich bedingten Pendelei genieße ich es jetzt sehr stark, wieder näher an der Familie und bei den Freunden zu sein“, sagt Marc Diederich. Von Beginn an nutze er den Onboarding-Prozess , also seine Einarbeitungszeit , um die Mitarbeiter, Gesellschafter und Partner der WRG kennenzulernen. Respekt vor der neuen Tätigkeit habe er schon gehabt, aber keinen „Bammel“, denn: „Angst ist nie ein guter Ratgeber “.

Erfreut über die neue Herausforderung

Die Freude über die neue Herausforderung hätte jedoch deutlich überwogen: „Schließlich möchte man ja auch daran wachsen“, sagt Diederich. „Mit Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung mache ich als Geschäftsführer bei der WRG genau das, was ich gelernt beziehungsweise studiert habe. Und das in der Region, in der ich auch zuhause bin“, erläutert Diederich die Beweggründe seines Wechsels . Die Tätigkeit bei der IHK Hannover sei auch eine schöne gewesen, allerdings der Gestaltungsspielraum doch etwas eingeschränkter.

Die Frage, was ihn besonders reizen würde, könne er nicht abschließend beantworten: „Ich kann nicht sagen, dass ich einen Schwerpunkt habe, das gesamte Aufgabenspektrum ist interessant. Ich mag es jedenfalls sehr mit der WRG an der Schnittstelle von Politik , Verwaltung und Wirtschaft agieren zu können. Ich sehe mich also quasi auch als eine Art Dolmetscher zwischen diesen drei Bereichen“.

Megatrends, Globalisierung und Klimawandel

Die Wirtschaft entwickele sich sehr dynamisch, vier Megatrends würde er in diesem Zusammenhang ausmachen: die Demografie, die Digitalisierung ( Breitbandausbau ), die Globalisierung mit all ihren Facetten – Stichwort nationale Bewegungen, beispielsweise in den Vereinigten Staaten oder Großbritannien – und der Klimawandel . Bezogen auf diese Megatrends meint Marc Diederich: „Was für die Wirtschaft gilt, ist auch für die WRG richtig. Wir müssen genauso schauen, wie wir uns zukunftsfähig aufstellen. Viele getroffene Entscheidungen für Südniedersachsen waren gut. Ich kann feststellen, dass jetzt in der Region ein stärkeres Miteinander vorhanden ist, als noch zu früheren Zeiten. Das liegt daran, dass viele Akteure an einem Strang ziehen.“

Die Antwort auf die Frage, was er in den nächsten fünf Jahren erreichen möchte, kam prompt: „Südniedersachsen wird als schrumpfende Boomregion bezeichnet. Es wäre toll, wenn es in wenigen Jahren gelingen könnte, das Wort ,schrumpfende’ zu streichen.“

Zu erreichen ist Geschäftsführer Marc Diederich in seinem Göttinger Büro, Bahnhofsallee 1b, unter Telefon 0551/5254981 oder per E-Mail an marc.diederich@wrg-goettingen.de.

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