Unappetitlicher Name – faszinierendes Phänomen

Buntenbock.  Im Wald bei Buntenbock entdeckt Förster Johannes Thiery mysteriöse Eiskleckse.

Mysteriöse Eiskleckse hat ein Förster im Bärenbruch-Moor bei Buntenbock entdeckt.

Mysteriöse Eiskleckse hat ein Förster im Bärenbruch-Moor bei Buntenbock entdeckt.

Foto: Niedersächsische Landesforsten

Zwar ist die Aufmerksamkeit der Förster bei einem Gang durch die Oberharzer Landschaft derzeit vor allem auf Spuren des Borkenkäfers gerichtet. Dass die Fachleute aber auch andere Phänomene gewissermaßen mit Adleraugen erspähen, zeigt die Entdeckung, die Förster Johannes Thiery von den Niedersächsischen Landesforsten jüngst im Bärenbruch-Moor bei Buntenbock gemacht hat: kleine gefrorene Kleckse, die teilweise klar und teilweise etwas trüb sind. Was kann das sein?

Vorweg gesagt: „Es ist noch nicht erforscht, woher das Zeug kommt“, so Michael Rudolph, Pressesprecher der Landesforsten. Aber im Internet fänden sich Hinweise. Dort heißt es in der Online-Enzyklopädie Wikipedia: „Als Sternenrotz oder Sternrotz wird umgangssprachlich eine gel- oder gelatine-ähnliche Substanz unsicherer Herkunft bezeichnet, die klumpenweise scheinbar vom Himmel gefallen ist und meist in offenem Gelände, seltener an Bäumen gefunden wird.“ Gemäß der Folklore handele es sich um gefrorene Schleimmeteoriten, die aus dem Weltall stammen. Dem stehe aber entgegen, dass jegliche Form von flüssigen Körpern beim Eintrittin die Erdatmosphäre umgehend verdampfen würde, so die Internetseite weiter.

Das Phänomen des „Sternenrotz“ ist laut den Wikipedia-Autoren schon erstaunlich lange bekannt: „Bereits im 15. Jahrhundert sahen einige Forscher darin die ,sterblichen Überreste‘ von Sternschnuppen. Andere Forscher sahen darin die Exkremente von Sternen. Skeptischere Wissenschaftler vermuteten schon früh, dass ,Sternenrotz‘ eher irdischer Herkunft und möglicherweise ausgewürgte Nahrungsreste von Vögeln seien.“

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