Landkreis Goslar reaktiviert den Corona-Krisenstab

Harz.  Am Montag wurden zwar keine Neuinfektionen gemeldet, die Fallzahlen steigen aber. Der Inzidenz-Wert liegt derzeit bei 15,7. Wie geht es weiter?

Der Kreis Goslar beobachtet die Zahlen genau (Symbolbild).

Der Kreis Goslar beobachtet die Zahlen genau (Symbolbild).

Foto: Pexels (Symbol)

Die zweite Corona-Welle hat die Bundesrepublik längst erreicht, immer mehr Landkreise übertreffen die kritische Marke von 50 Corona-Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner. Der Kreis Goslar steht derzeit verhältnismäßig gut dar. Zurzeit liegt der sogenannte Inzidenz-Wert bei 15,7.

Am Montag wurde keine Neuinfektion gemeldet. Zum Vergleich: Im Nachbar-Landkreis Northeim liegt der Wert über 100. Trotzdem wappnet sich der Landkreis Goslar auch für andere Zeiten: Erstmals seit Juli kommt nächste Woche Donnerstag der Corona-Krisenstab wieder zusammen, um die aktuelle Lage zu analysieren. Der Pressesprecher des Landkreises, Maximilian Strache, mahnt zur Vorsicht: „Wir sind bisher zwar glimpflich davongekommen, dennoch sollte man beachten, dass vor einer Woche lediglich vier Menschen infiziert waren und sich die Zahlen jetzt vervierfacht haben.“ Es sei wichtig für die Bewohner des Landkreises, Abstand zu halten, Kontakte zu minimieren, die Maskenpflicht einzuhalten und regelmäßig zu lüften.

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Wie geht es weiter?

Sollte trotzdem die Zahl von 35 Neu-Infizierten binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohnern erreicht werden, würden allgemeine Verfügungen des Landes in Kraft treten. Soll heißen: In Gaststätten dürften nur noch 50 statt 100 Menschen zusammenkommen. Privat können dann noch 25 statt 50 Personen miteinander feiern. Sollte der Inzidenz-Wert gar auf 50 steigen, wären in Gaststätten nur noch 25 Personen und in privaten Räumen noch zehn Menschen erlaubt. Ab 23 Uhr würde dann die umstrittene Sperrstunde für Kneipen und Restaurants gelten. Weitere Verschärfungen dieser Regeln sind derzeit beim Land im Gespräch.

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Wie steht es um Veranstaltungen und Weihnachtsmärkte?

Könnten bei solchen Zahlen überhaupt noch Veranstaltungen oder Weihnachtsmärkte im Kreis über die Bühne gehen? „In ein paar Tagen soll wohl eine neue Verordnung des Landes Niedersachsen herauskommen, die müssen wir jetzterst mal abwarten. Ich persönlich und die Ärzte des Gesundheitsamtes sähen es aber eher kritisch, bei solch hohen Werten Märkte und Veranstaltungen vernünftig zu organisieren“, sagt Strache.

Auch bei Kindergärten und Schulen kann Strache gegenwärtig keine verbindlichen Aussagen treffen, dennoch ist er der Meinung, dass Komplettschließungen dem Landkreis erst mal erspart bleiben: „Hier ist es wichtig, einen Mittelweg und eine Balance zu finden, einzelne Gruppen könnten bei Corona-Fällen geschlossen werden, komplette Einrichtungen eher erst mal nicht.“

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