200 Menschen demonstrieren in Göttingen gegen EU-Grenzabschottung

Göttingen.  Blockade des Göttinger Rathauses: Etwa zehn Demonstranten gelangten in die Ratssitzung und wurden von der Polizei hinausgeführt.

Der Demonstrationszug setzte sich in Richtung Neues Rathaus in Bewegung.

Der Demonstrationszug setzte sich in Richtung Neues Rathaus in Bewegung.

Foto: Stefan Rampfel

Etwa 200 Menschen haben am Freitagnachmittag in Göttingen an einer Demonstration gegen die Grenzabschottung der Europäischen Union teilgenommen. Dazu aufgerufen hatten unter anderem der Arbeitskreis Asyl und das Netzwerk für kritische Migrations- und Grenzregime-Forschung.

Erst vor einer Woche hatten über 1.200 Menschen in Göttingen gegen das gewaltvolle Vorgehen der griechischen Polizei an der europäischen Außengrenze demonstriert.

Nach einigen Reden vor dem Alten Rathaus setzte sich der Demonstrationszug in Richtung Neues Rathaus in Bewegung. Vor der SPD-Zentrale folgte eine kurze Straßenblockade. Vor dem Neuen Rathaus erwartete ein Polizeiaufgebot die Demonstranten. Die Antifaschistische Linke baute vor dem Eingang zum Rathaus mit Stacheldraht einen symbolischen Grenzzaun auf, um so auf die rassistische Gewalt in Griechenland aufmerksam zu machen. Der Eingang wurde blockiert. Etwa zehn Demonstranten gelangten in die zeitgleiche Ratssitzung und forderten, Geflüchtete von der türkisch-griechischen Grenze und den griechischen Inseln in Göttingen aufzunehmen und ihnen ein Bleiberecht zu geben.

Nach kurzer Zeit wurde gegen sie ein Hausverbot ausgesprochen, die Polizei begleitete sie ins Freie.

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