Millionenerfolg für TU Clausthal und Ostfalia

Clausthal-Zellerfeld.  Das Verbundprojekt erhält eine Förderung für bis zu zehn Digitalisierungsprofessuren mit jährlich 1,74 Mio. Euro. Zudem gibt es temporäre Mittel.

Zusätzlich stehen temporäre Mittel in Höhe von 8,3 Millionen Euro zur Verfügung, etwa für wissenschaftliche Mitarbeiter sowie für Infrastruktur.

Zusätzlich stehen temporäre Mittel in Höhe von 8,3 Millionen Euro zur Verfügung, etwa für wissenschaftliche Mitarbeiter sowie für Infrastruktur.

Foto: Stefan Krber / Fotolia (Symbol)

Mit einem gemeinsamen Antrag haben sich die TU Clausthal und die Ostfalia Hochschule im Bewerbungsverfahren um die vom Land geförderten Digitalisierungsprofessuren durchgesetzt. Das Verbundprojekt wird für bis zu zehn zusätzliche Professuren stufenweise mit jährlich 1,74 Millionen Euro gefördert. Zudem stehen temporäre Mittel in Höhe von 8,3 Millionen Euro zur Verfügung, etwa für wissenschaftliche Mitarbeiter sowie für Infrastruktur. Dies teilte das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft mit.

Der Clausthaler Präsident Professor Joachim Schachtner und Ostfalia-Präsidentin Professorin Rosemarie Karger freuen sich, dass der Antrag überzeugen konnte: „Wir sind stolz, dass die Zusammenarbeit zwischen der TU und der Ostfalia Hochschule beim Wettbewerbsverfahren um die Digitalisierungsprofessuren so erfolgreich war. Die Entscheidung zeigt uns, dass wir beim Thema Digitalisierung mit unserem kooperativen Ansatz, der sich im gemeinsamen Studiengang Digital Technologies beider Hochschulen bereits in der Studienpraxis niederschlägt, auf einem zukunftsweisenden Weg sind“, sagt Ostfalia-Präsidentin Karger. „Die zusätzlichen Professuren geben uns die Möglichkeit, das Querschnittsthema Digitalisierung noch zielführender voranzutreiben, insbesondere für gemeinsame Projekte mit der Ostfalia“, so Professor Schachtner.

Der Studiengang „Digital Technologies“, der zum Wintersemester 2019/20 an den Start ging, ist ein Baustein der gemeinsamen strategischen Ausrichtung beider Hochschulen in puncto Digitalisierung. In Lehre, Forschung und Transfer wird dabei die Schnittstelle zwischen Informatik und Anwendungsfächern im Bereich Mobilität, Energie, Kreislaufwirtschaft und Industrie 4.0 in den Fokus genommen, um den Anforderungen der digitalen Transformation Rechnung zu tragen.

Die TU und die Ostfalia verbindet eine langjährige Partnerschaft in Forschung und Lehre. Neben Austausch und Anerkennung von Lehrveranstaltungen sind der Auf- und Ausbau gemeinsamer Studienangebote und kooperativer Forschungs- und Promotionsprogramme ein klares Ziel im Kooperationsvertrag. Als erster gemeinsam zu entwickelnder Bereich ist die Digitalisierung ins Visier genommen worden. Durch die nun eingeworbenen, unbefristeten Digitalisierungsprofessuren werden die Kapazitäten für dieses Thema deutlich gestärkt.

Verbunden mit dem Ziel der Fachkräftesicherung soll nun schrittweise neben dem bereits bestehenden Bachelorprogramm Digital Technologies ein Masterprogramm sowie ein Weiterbildungsmaster für Berufstätige entstehen. Zur Stärkung neuer Forschungserkenntnisse ist neben dem Ausbau des DIGIT unter anderem ein gemeinsames Promotionskolleg geplant, in dem beispielsweise die Forschung zur künstlichen Intelligenz 2.0 vorangetrieben werden soll. Als dritter Schwerpunkt der Digitalisierungsstrategie ist neben Lehre und Forschung der Transfer neuer Erkenntnisse in die Praxis. Das Modell der silverLabs soll dazu weiter ausgebaut werden.

Info: Digitalisierungsprofessuren für Uni Göttingen und HAWK

Elf der insgesamt 40 vom Land bereitgestellten Digitalisierungsprofessuren gehen an die Universität Göttingen und die HAWK. Damit wird der gemeinsame Antrag „Data Science Region Südniedersachsen“ gefördert. In der Anwendungsforschung stehen die Bildgebung und -diagnostik in Medizin und Gesundheit sowie Sensor- und Messverfahren in Physik und Ingenieurwissenschaften im Mittelpunkt. Es geht um Produktion, Vernetzung und Analyse von Daten.

Die Universität Göttingen und HAWK erhalten nun dauerhaft fast zwei Millionen Euro pro Jahr. Hinzu kommt eine Anschubfinanzierung für sechs Jahre von mehr als neun Millionen Euro.

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