Vieh- und Weidetag sorgt für Volksfeststimmung in Buntenbock

Buntenbock.  Am Sonntag wurde die 25. Auflage des Vieh- und Weidetags in Buntenbock begangen.

Eine kleine Herde vom Wehmeyer-Hof aus Düna repräsentiert das Harzer Rote Höhenvieh.

Eine kleine Herde vom Wehmeyer-Hof aus Düna repräsentiert das Harzer Rote Höhenvieh.

Foto: Peter Weiss

Mit seinem Vieh- und Weidetag lockte Buntenbock am Sonntag Hunderte von Besuchern in seinen Kurpark. Die Veranstaltung, die ihre 25. Auflage erlebte, bot den ganzen Tag über ein namensgleiches buntes Programm.

„Ohne den Wildemanner Bauern Wolfgang Beuse stünden wir heute nicht hier“, erinnerte der von Bürgermeisterin Britta Schweigel gerade zum kommunalen Kuhhirten ernannte Wolfgang Hoffmann an die Anfänge des Umgangs mit dem Harzer Roten Höhenvieh. Beuse hatte sich mit noch erhaltenem alten Genmaterial an die Nachzucht der fastausgestorbenen Haustierrasse gemacht und 1979 mit seiner Heimatgruppe einen kleinen Viehaustrieborganisiert. Sechs Jahre später erreichte er 1985 in einem Klageverfahren mit der Forst, dass das historische Hut- und Weiderecht jeweils für weitere 30 Jahre Bestand hat, nachdem es in seinem Heimatort wieder genutzt wurde. Auf diese Grundlage beziehen sich derzeit alle ähnlichen Veranstaltungen.

In größerem Umfang entwickelte sich die Rasse im Oberharzer Sachsen-Anhalt, wo auch das entsprechende Herdbuch geführt wird. Beim sogenannten Brockenbauern stehen mehr als 500 Tiere. Die kleine Rotviehherde in Buntenbock stammt aus Düna im Südharz, wo Daniel Wehmeyer das ursprüngliche Dreinutzungsrind (Fleisch, Milch und Zugkraft) als Teil der Harzer Kultur züchtet.

Für den Vieh- und Weidetag in Buntenbock zeichnet Rainer Aschoff verantwortlich. „Ich spreche in jedem Jahr rechtzeitig mit den Anbietern, die sich bei uns präsentieren“, sagt er im Hinblick auf die Organisation. Tatsächlich entwickelt sich spätestens um die Mittagszeit so etwas wie Jahrmarkts- und Volksfeststimmung. In der Musikmuschel sorgen Harzwald- und Bergsänger fürs musikalische Brauchtum, der Mandolinenclub Lautenthal für die leiseren Töne und der Ponyreiter Musikzug für Trompetenklänge. Den Schlagerteil des Nachmittags übernehmen Sergej und Nathalie.

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