Streik bei Asklepios in Seesen wird Donnerstag fortgesetzt

Seesen.  Wegen nicht aufgenommener Tarifgespräche ruft Verdi zu einem weiteren Streiktag in Seesen auf. Der Notfalldienst werde Donnerstag eingeschränkt.

Die Asklepios Schildautal-Klinik in Seesen.

Die Asklepios Schildautal-Klinik in Seesen.

Foto: HK-archiv

Im Tarifkonflikt mit den Asklepios Schildautal-Kliniken hat die Gewerkschaft Verdi für kommenden Donnerstag, 15. August, den nächsten ganztägigen Streik angekündigt. Grund sei „die beharrliche Weigerung des Konzerns, Tarifverhandlungen mit Verdi aufzunehmen, um den Anschluss an das Tarifniveau des öffentlichen Dienstes herzustellen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft.

Am 16. Juli hatten sich rund 200 Personen an dem von Verdi ausgerufenen ersten Ausstand bei Asklepios beteiligt. Allerdings nicht mit dem gewünschten Erfolg. Daher ruft Verdi nun zum zweiten Streiktag auf. Die Gewerkschaft kündigt an, dass auch diesmal die Notfallversorgung sichergestellt sei. Die Notdienstvereinbarung beinhalte aber im Vergleich zum ersten Streiktag erhebliche weitere Einschränkungen.

Dazu erklärt Martin Kupferschmidt von der Verdi-Streikleitung: „Wir werden diesmal notgedrungen den Streikeffekt ausweiten und die Klinik komplett auf Sonntagsbetrieb einschränken müssen. Im OP werden entsprechend lediglich Bereitschaftsdienste für den Notfall vorgehalten, in der Therapie werden die Behandlungen auf das absolute Minimum beschränkt, in der Pflege die Besetzungen zugrunde gelegt, mit denen in den letzten Monaten sonntags tatsächlich gearbeitet wurde.“

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