Großeinsatz: Feuer in Biogasanlage bei Reyershausen

Reyershausen.  Weil die Plane zerstört wurde, entwich das im Behälter befindliche Gas. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand laut Feuerwehr nicht.

Insgesamt waren rund 95 Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren vor Ort.

Insgesamt waren rund 95 Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren vor Ort.

Foto: Stefan Rampfel / HK

Bei einem Brand in der Biogasanlage am östlichen Ortsrand des Bovender Ortsteils Reyershausen ist am Samstagnachmittag Schaden in noch unbekannter Höhe entstanden. Weil die Plane zerstört wurde, entwich das im Behälter befindliche Gas. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt, wie Marcel Lahrsow von der Bovender Gemeindefeuerwehr sagte. Die Windrichtung blies das Gas in Richtung Feldmark.

Zunächst wurden die Freiwilligen Feuerwehren Reyershausen, Eddigehausen und Bovenden um 13.05 Uhr alarmiert. Im sogenannten Fermenter der Biogasanlage brannte ein Gebläsemotor und ein Teil der überspannenden Plane. Das Feuer griff auch auf die Isolierung der Außenwand über. Der betroffene Fermenter in Reyershausen, auch Bioreaktor genannt, ist ein Behälter, in dem Gülle, Mist und Futterabfälle kultiviert werden, wodurch sich Gase bilden, mit denen am Ende Strom erzeugt wird.

Aufgrund der Lagemeldung wurden zusätzliche Einsatzkräfte aus Billingshausen, Spanbeck, Lenglern und Harste sowie die Drehleiter der Feuerwache des Göttinger Klinikums nachalarmiert, so dass rund 95 Einsatzkräfte vor Ort waren.

Während direkt am Fermenter gelöscht wurde, verlegten anderen Feuerwehrleute eine Schlauchleitung über lange Wegstrecke aus dem Ort heraus, um genügend Löschwasser zur Verfügung zu haben. Die Verbindungen zu den angrenzenden Behältern, dem sogenannten Nachgärer und den Endlagern, wurde sofort durch Verantwortliche des Betreibers abgeriegelt.

Das Restgas, welches sich noch im Behälter befand, brannte kontrolliert ab. Die Löscharbeiten fanden auch von einer Hebebühne aus statt. Zudem musste die Außenwand teilweise abgerissen werden, um an Glutnester zu gelangen. Zum Einsatz kam hierbei eine Wärmebildkamera.

Während der Löscharbeiten klagte ein Feuerwehrmann über Kreislaufprobleme. Der anwesende Rettungsdienst mit Notarzt kümmerte sich um ihn. Neben der Feuerwehr waren auch die Polizei und das Gewerbeaufsichtsamt vor Ort. Was den Brand ausgelöst hat, ist noch unbekannt. Auch die Schadenhöhe ließ sich zunächst nicht beziffern.

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