Razzia gegen G20-Randalierer auch in Göttingen

Göttingen  Mit einem Großaufgebot hat die Polizei im Zuge einer bundesweiten Durchsuchungsaktion im linken Milieu auch Wohnungen in Göttingen durchsucht.

Ziele waren am Dienstagmorgen Privatwohnungen über dem Roten Zentrum, Lange Geismarstraße, und ein Privathaus im Ostviertel. Göttinger Linke begleiteten die Durchsuchungen mit Protesten.

Laut Augenzeugen brach die Polizei am frühen Morgen Haus- und Wohnungstüren mit Rammböcken auf, um in das Haus in der Langen Geismarstraße zu gelangen. Dabei sei ein Bewohner verletzt worden. Polizeisprecher Ulf Wundrack von der Polizei in Hamburg, die für den bundesweiten Einsatz verantwortlich ist, dementiert, dass der Bewohner durch den Einsatz verletzt worden sei. „Die Person hat über Atemnot geklagt und ist mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht worden.“

Auch das Haus eines Göttinger Kreistagsabgeordneten war Ziel der Razzia. Dort saß die Familie beim Frühstück, als rund 25 Polizisten „gegen die Hintertür bollerten“, so der Familienvater. Die Einsatzkräfte stürmten die Wohnung und beschlagnahmten Festplatten und die Handys. bib/mib

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