Scholz-Podcast

Gregor Peter Schmitz: „Scholz hat sich lange sicher gefühlt“

| Lesedauer: 2 Minuten
Cum-Ex-Skandal: Staatsanwaltschaft sieht keinen Verdacht gegen Scholz

Cum-Ex-Skandal: Staatsanwaltschaft sieht keinen Verdacht gegen Scholz

Die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg sieht bisher keine Hinweise auf einen Verdacht zur Beihilfe auf Steuerhinterziehung durch den heutigen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Zusammenhang mit dem Cum-Ex-Steuerskandal um die Warburg Bank.

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Berlin  Im Podcast „Das Scholz Update“ erklärt der "Stern"-Chefredakteur, wie neue Details im Cum-Ex-Skandal den Kanzler unter Druck setzen.

Olaf Scholz ist zurück aus der Sommerpause, und damit natürlich auch das Scholz-Update. Zu Gast ist heute der Chefredakteur des „Stern“, Gregor Peter Schmitz, der in seinem Magazin gerade neue Details zur sogenannten Cum-Ex-Affäre veröffentlicht hat. Es geht um gelöschte Mails von Scholz‘ Büroleiterin aus seiner Zeit als Hamburger Bürgermeister und wieder einmal um die Frage, ob der Kanzler in irgendeiner Form in die Cum-Ex-Affäre verstrickt ist.

„Er hat sich lange sicher gefühlt, weil alles, was mit Cum-Ex zu tun hat, so wahnsinnig schwer zu verstehen ist“, sagt Schmitz. „Inzwischen stelle ich an den Reaktionen aus dem Umfeld des Kanzlers fest, dass es dort eine Nervosität gibt.“

„Scholz-Update“: Inflation hat gesellschaftliches Spaltungspotenzial

Ansonsten habe Scholz bei seinem ersten großen Auftritt nach der Sommerpause vor der Bundespressekonferenz sehr aufgeräumt und besonnen gewirkt, auch wenn die kommenden Wochen und Monate angesichts der steigenden Energiepreise und der Inflation insgesamt unruhig werden könnten: „Das Spaltungspotenzial in unserer Gesellschaft ist groß. Scholz sieht sich der Gefahr gegenüber, dass ausgerechnet seine Kernklientel in echte Nöte kommt“, so Schmitz. Und auch wenn der Kanzler suggeriere, dass er die Lage im Griff hätte, halte er es „für ausgeschlossen, dass er einen Plan für den Winter hat.“