Uelzen: 31-Jähriger kommt nach Messerangriff zunächst wieder frei

Uelzen.  Eine Streitigkeit in Uelzen endete mit zwei Messerstichen und Verhaftungen. Geprüft wird nun, ob der Messerstecher in Notwehr handelte.

Nach einer Messerstecherei in Uelzen ermittelt die Polizei in mehrere Richtungen (Symbolbild).

Nach einer Messerstecherei in Uelzen ermittelt die Polizei in mehrere Richtungen (Symbolbild).

Foto: Archiv

Nachdem er zwei Männer mit einem Messer schwer verletzt hat, ist ein 31-Jähriger Festgenommener wieder freigelassen worden. Nach den bisherigen Erkenntnissen kam es zwischen den drei Syrern zunächst zu einem verbalen Streit. Die Hintergründe sind weiter unklar, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Uelzener wehrt sich mit Messer gegen Angreifer – und kommt nach vorläufiger Festnahme zunächst wieder frei

Der Mann war am Freitagabend zunächst mit einem 24-Jährigen und einem 39-Jährigen in Streit geraten. Als er dann zu flüchten versuchte, verfolgten ihn die beiden anderen und griffen ihn körperlich an – der Polizei zufolge vermutlich mit „Schlaggegenständen“.

Der 31-Jährige stach daraufhin mit einem Messer auf die Angreifer ein, wie es weiter hieß. Danach habe er sich der Polizei gestellt. Der 24-Jährige und der 39-Jährige kamen noch am gleichen Abend ins Krankenhaus und wurden operiert.

Uelzen: Polizei ermittelt wegen Verdachts eines zweifach versuchten Tötungsdelikts gegen 31-Jährigen – war die Tat Notwehr?

Während die Polizei am Tatort eintraf, stellte der 31-Jährige sich bei einer Polizeiwache in der Nähe. Er hatte eine Armfraktur erlitten und wurde ebenfalls medizinisch versorgt, aber auch vorläufig festgenommen.

Die Kriminalpolizei ermittelt auch nach der Freilassung weiter gegen ihn wegen des Verdachts eines zweifach versuchten Tötungsdelikts. Gegen die beiden anderen Männer wurden Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Die Ermittler prüfen, ob der 31-Jährige in Notwehr handelte. eng/ots/dpa

Hinweis: Die Polizei nennt in ihrer Mitteilung explizit die Nationalität der Täter. Da diese nach Meinung der Redaktion für die Einordnung der Tat irrelevant ist und es sich um keine besonders schwere Straftat handelt, die ein erhöhtes öffentliches Interesse begründet, verzichten wir nach Richtlinie 12.1 des Pressekodex auf die Nennung.

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