Polizei Niedersachsen

Niedersachsen: Zug prallt gegen Lastwagen – Lkw-Fahrer stirbt

| Lesedauer: 6 Minuten
An einem Bahnübergang in Rastede im Landkreis Ammerland ist am Mittwoch ein Lastwagen von einem Zug erfasst worden. Der Lkw-Fahrer starb noch am Unfallort.

An einem Bahnübergang in Rastede im Landkreis Ammerland ist am Mittwoch ein Lastwagen von einem Zug erfasst worden. Der Lkw-Fahrer starb noch am Unfallort.

Foto: Andre van Elten / dpa

Rastede.  Im Kreis Ammerland ist am Mittwoch ein Lasterfahrer an einem Bahnübergang tödlich verunglückt. In Hannover wurde ein Dreijähriger vom Auto erfasst.

Ein Lasterfahrer ist bei einem Unfall mit einer Bahn in Rastede im Landkreis Ammerland gestorben. Der Zug habe den Lkw am Mittwochmittag an einem Bahnübergang erfasst, sagte ein Polizeisprecher. Der 52 Jahre alte Fahrer sei durch die Wucht des Aufpralls aus seinem Fahrzeug geschleudert worden. Trotz mehrerer Wiederbelebungsversuche starb der Mann noch an der Unfallstelle.

Der Zug, bei dem es sich nach Angaben der Deutschen Bahn um eine NordWestBahn handelte, kam erst rund 200 Meter hinter dem Bahnübergang zum Stillstand. Im Zug befanden sich nach Angaben der Feuerwehr rund 200 Fahrgäste. Etwa 50 von ihnen erlitten einen Schock. Sie wurden vor Ort versorgt.

Warum der Lkw trotz des ankommenden Zuges auf die Gleise fuhr, sei nach Angaben der Polizei noch völlig unklar. Laut Polizei und Feuerwehr, befand sich an dem Bahnübergang eine Baustelle. Die Verkehrsregelung wurde deswegen zum Zeitpunkt des Unfalls manuell bedient. Nach Angaben eines Polizeisprechers könnten die Ermittlungen zur Unfallursache noch mehrere Tage andauern.

Nach Angaben der Polizei wurde neben dem Laster auch der Zug schwer beschädigt. Die Höhe des Sachschadens stand noch nicht fest. Die Bahnstrecke wurde in dem Bereich gesperrt. Auch die umliegenden Straßen mussten von der Polizei gesperrt werden. Durch den Unfall entstand ein großes Trümmerfeld auf und neben den Schienen. Laut Polizeiangaben werden die Aufräumarbeiten noch mindestens bis zum Mittwochabend andauern. An der Unfallstelle arbeiteten rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Technischem Hilfswerk.

Tödlicher Verkehrsunfall im Kreis Lüchow-Dannenberg: Motorradfahrer stirbt

Ein 27 Jahre alter Motorradfahrer ist am Dienstagabend im Landkreis Lüchow-Dannenberg tödlich verunglückt. Der Mann fuhr gegen 20 Uhr mit seinem Motorrad auf der Bundesstraße 248 aus Lüchow kommend in Richtung Salzwedel, wie ein Sprecher der Polizei Lüneburg am Mittwochmorgen sagte. Kurz hinter der Ortschaft Lübbow an der Grenze zu Sachsen-Anhalt sei der Fahrer gestürzt und so ungünstig unter die Leitplanke gerutscht, dass er tödlich verletzt wurde. Nach Zeugenaussagen habe der Mann die Kontrolle über sein Motorrad verloren, vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit.

Wegen des Unfalls wurde die Strecke bis kurz vor Mitternacht gesperrt. Nach Angaben der Polizei entstand ein Sachschaden von 10.000 Euro. Zur Unfallursache wird derzeit noch weiter ermittelt.

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Hannover: Dreijähriger von Auto erfasst – Fahrer flüchtet, Zeugen gesucht

Ein Autofahrer hat am Mittwoch ein drei Jahre altes Kind in Hannover angefahren und ist danach geflüchtet. Der Junge habe den Erkenntnissen zufolge unvermittelt die Fahrbahn betreten, sei vom Auto frontal erfasst worden und habe schwere Verletzungen erlitten, teilte die Polizei mit. Ohne sich um das Kind zu kümmern, entfernte sich der Fahrzeugführer oder die Fahrzeugführerin vom Unfallort. Die Polizei bittet um Mithilfe bei der Suche nach dem Verursacher des Unfalls in der Woermannstraße.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover spielte der Dreijährige gegen 11.20 Uhr auf dem Gehweg – und betrat dann plötzlich die Fahrbahn. Durch die Wucht des Aufpralls auf das Auto wurde der Junge auf den Grünbereich geschleudert. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung und unerlaubten Entfernens vom Unfallort ein.

Zeugen können sich beim Verkehrsunfalldienst Hannover unter der Telefonnummer (0511) 1091888 melden. Der Polizei liegt nur eine vage Beschreibung vor, wonach es sich um einen weißen Pkw handeln soll.

Lüneburg: Mutmaßliche Brandstiftung an Autos und mobiler Toilette

Mindestens sieben Autos und eine mobile Toilette in Lüneburg haben in der Nacht zum Mittwoch gebrannt – die Polizei vermutet Brandstiftung. Zwischen 1.30 und 3 Uhr kam es zu Bränden an fünf verschiedenen Stellen in den Stadtteilen Kreideberg und Kaltenmoor, wie die Polizei am Mittwochmorgen mitteilte.

Weil ein Großteil der Brände sich im selben Stadtteil ereignete, geht die Polizei derzeit von Brandstiftung aus. Es gebe bislang keine Verdächtigen, und die Ermittlungen dauerten an. Die Höhe des Sachschadens sei bisher ebenfalls unbekannt und werde noch ermittelt.

Brand in alter Kurklinik in Bad Pyrmont

Im Kurort Bad Pyrmont hat in der Nacht auf Mittwoch eine ehemalige Kurklinik gebrannt. Die frühere Bomberg-Klinik sei nun einsturzgefährdet, sagte ein Beamter der örtlichen Polizei. Den Angaben nach kämpften rund 170 Feuerwehrleute stundenlang gegen die Flammen. Erst am Mittwochmorgen war der Brand gelöscht.

Verletzt wurde durch das Feuer in dem mehrstöckigen Gebäude niemand. Die Ursache war nach Angaben der Polizei am Mittwoch noch unklar. „Ein technischer Defekt kann aber ausgeschlossen werden“, sagte eine Sprecherin. In dem Gebäude gebe es keine genutzte Technik mehr. Die alte Kurklinik stehe seit Jahren leer. Bereits im Jahr 2019 habe es schon einmal einen Brand in dem Gebäude gegeben. „Der war aber deutlich kleiner“, sagte der Beamte der Ortspolizei.

In den vergangen Tagen hatte es immer wieder Brände in und an Waldstücken im Landkreis Hameln-Pyrmont gegeben. Die Feuer im Flecken Salzhemmendorf hätten aber nichts mit dem Brand der Kurklinik zu tun, sagte der Polizist.

Das Gebäude werde nun abgesperrt. Nach Angaben des Polizisten wird die alte Bomberg-Klinik gerne als sogenannter Lost Place (zu Deutsch: verlorener oder verlassener Ort) von Hobbyabenteurern erkundet. Der Brand könnte diese Menschen nun erst Recht anziehen, befürchtet er. Die Absperrung zu durchqueren sei allerdings sehr gefährlich. „Das Gebäude war schon vor dem Brand baufällig“, betonte der Polizist.

Die ehemalige Kurklinik liegt nördlich der Stadt Bad Pyrmont an einem kleinen Hang des namensgebenden Bombergs. In der näheren Umgebung befinden sich zwei weitere Kliniken.

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