In Hannover werden wohnungs- und obdachlose Menschen geimpft

Für viele Obdachlose hat sich durch die Pandemie alles verändert (Symbolbild).

Für viele Obdachlose hat sich durch die Pandemie alles verändert (Symbolbild).

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Hannover.  Mehr als 100 Menschen haben schon morgens in Hannover auf die Impfung gewartet. Insgesamt wollen sich rund 400 wohnungslose Menschen impfen lassen.

Wohnungs- und obdachlose Menschen haben in Hannover eine Erstimpfung gegen Covid-19 erhalten. Schon am frühen Morgen hätten mehr als 100 Menschen in einer langen Schlange gewartet, teilte der Evangelisch-lutherische Stadtkirchenverband Hannover am Donnerstag mit.

250 Impfdosen seien vorrätig gewesen. Insgesamt wollten rund 400 wohnungs- und obdachlose Menschen eine Impfung gegen Covid-19 erhalten, weitere Impfdosen seien bereits angefragt.

Die Pandemie hat Leben verändert

Erster beim Impfen war der 43-jährige Helmut, der mit seinem Hund Asko kam. „Ich fühle mich erleichtert. Die Impfung bedeutet für mich, dass ich mich nun freier bewegen und unbeschwerter sein kann“, sagte er nach der Erstimpfung. Er könne sich seiner Familie wieder nähern. Die Pandemie habe sein Leben verändert: „Alles ist weggebrochen. Auch der Freundeskreis.“

Geimpft wurden die Menschen im Kontaktladen Mecki, einer Einrichtung des Diakonischen Werks. Zwei Impfteams waren im Einsatz. „Für die Menschen ist es wichtig, dass sie heute den Impfstoff erhalten“, sagte Pascal Allewelt, Sozialarbeiter im Kontaktladen. „Es ist ein großer organisatorischer Aufwand, aber es lohnt sich.“ Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes betonte, es gehe „um Menschen, denen es wirklich schlecht geht“.

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