Noch keine Trendwende bei Corona-Lage in Niedersachsen

Hannover.  Unverändert viele Corona-Patienten in Kliniken und auch kein spürbarer Rückgang bei den Neuinfektionen. Die Lage in Niedersachsen bleibt durchwachsen.

Die Zahl der Corona-Patienten in niedersächsischen Kliniken sowie auf den Intensivstationen stagniert auf erhöhtem Niveau (Symbolbild).

Die Zahl der Corona-Patienten in niedersächsischen Kliniken sowie auf den Intensivstationen stagniert auf erhöhtem Niveau (Symbolbild).

Foto: Tom Weller / dpa

Die Zahl der Corona-Patienten in niedersächsischen Kliniken sowie auf den Intensivstationen stagniert auf erhöhtem Niveau. Zugleich wurden am Mittwoch 1562 Neuinfektionen mit dem Virus registriert, wie das Gesundheitsministerium in Hannover mitteilte. Aus den Zahlen lasse sich noch nicht ablesen, ob der verschärfte Lockdown Wirkung zeige, ebenso spiegelten die Daten noch nicht alle möglichen Neuinfektionen mit Blick auf Feiern und Treffen rund um den Jahreswechsel wieder, sagte ein Ministeriumssprecher. 1435 Infizierte werden derzeit im Krankenhaus behandelt, 285 auf der Intensivstation. 48 weitere Todesfälle wurden in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion registriert.

Die Sieben-Tages-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen sich in der vergangenen Woche gerechnet auf 100.000 Einwohner mit dem Virus infizierten, sank landesweit auf 115,3 nach 118,8 am Vortag. Eine Inzidenz von über 200 weisen weiterhin die Landkreise Gifhorn (257,8) und Cloppenburg (205,6) auf.

63.200 Menschen in Niedersachsen gegen Corona geimpft

Die Zahl der Menschen, die in Niedersachsen inzwischen eine Impfung gegen das Corona-Virus erhalten haben, stieg auf 63.200. Das beschleunigte Impfen größerer Gruppen der Bevölkerung stehe und falle mit dem verfügbar werden zusätzlicher Impfstoffe, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen. „Wir kommen alle aus dem Dilemma nicht heraus, das wir nicht genug Impfstoff haben.“

Zum Start der Terminvergabe am 28. Januar für die Impfungen für Menschen über 80 Jahre in den Impfzentren warnte das Gesundheitsministerium vor einer beschränkten Verfügbarkeit von Terminen. Die Impfungen sollen dort am 1. Februar beginnen. „Der Moment der Frustration ist schwer zu vermeiden“, sagte Ministeriumssprecher Oliver Grimm. „Das liegt daran, dass der Impfstoff nicht in der Menge zur Verfügung steht, in der die Menschen ihn gerne hätten.“

Über 80-Jährigen sollen gezielt über die Impfmöglichkeit informiert werden

Die Regierungsfraktionen von SPD und CDU forderten unterdessen eine landesweite Informationskampagne zur Corona-Schutzimpfung, über den gemeinsamen Antrag berät der Sozialausschuss am Donnerstag. In der Bevölkerung sei der Eindruck entstanden, dass die Impfzentren den Betrieb bereits aufgenommen hätten und dass flächendeckend geimpft werde. Da dies noch nicht so sei, ergäben sich viele Fragen, über die kurzfristig informiert werden müsste, heißt es in dem Antrag. Nötig sei Aufklärung zur Priorisierung der Impfgruppen, zum Impfablauf und der Terminvorgabe, damit sich am Ende genügend Menschen impfen ließen.

Wie das Gesundheitsministerium erklärte, würden nun zunächst die über 80-Jährigen gezielt über die Impfmöglichkeit informiert. Eine breiter angelegte Kampagne sei erst dann geplant, wenn auch mehr Impfstoff zur Verfügung steht. Wie Sprecher der beiden Fraktionen sagten, solle mit einer frühzeitigen Kampagne die Impfbereitschaft erhöht werden.

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