Grüne im Bundestag fordern Ausweitung von Abgastests

Berlin.  Verkehrspolitiker Stephan Kühn fordert, Abgastests vom Kraftfahrtbundesamt auf eine unabhängige Stelle zu übertragen und stark auszuweiten.

Stephan Kühn, der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, äußerte sich unzufrieden mit den Abgastests, die seit dem Aufdecken des VW-Dieselskandals durchgeführt wurden.

Stephan Kühn, der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, äußerte sich unzufrieden mit den Abgastests, die seit dem Aufdecken des VW-Dieselskandals durchgeführt wurden.

Foto: Kay Nietfeld / dpa (Archivfoto)

Die Grünen im Bundestag haben fünf Jahre nach Beginn des Dieselskandals eine deutliche Ausweitung von Abgastests bei Autos gefordert. Stephan Kühn, der verkehrspolitische Sprecher seiner Fraktion, sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass die Prüfungen des Kraftfahrt-Bundesamtes nur einen Bruchteil aller zugelassenen Fahrzeuge repräsentierten. „Die Abgastests müssen endlich vom Kraftfahrt-Bundesamt auf eine unabhängige Behörde übertragen und deutlich ausgeweitet werden.“

Bisherige Tests seit 2015 erfassten nur einen kleinen Teil der Autos in Deutschland

Nach Bekanntwerden des Abgasskandals bei VW im September 2015 hatte das Kraftfahrt-Bundesamt Fahrzeuge auf Abgasmanipulationen hin untersucht. Im Zuge der Marktüberwachung wurden bislang rund 288 Fahrzeugtypen - dies sind Modellvarianten - überprüft, die rund 3,77 Millionen Fahrzeuge in Deutschland repräsentieren. Das geht aus einer Antwort des Verkehrsministeriums auf eine Grünen-Anfrage hervor.

Zugelassen in Deutschland seien aber rund 48 Millionen Pkw, so Kühn. Auch fünf Jahre nach dem Abgasskandal würden immer neue Betrugsfälle bekannt, doch die Kontrollen würden kaum zur Aufklärung beitragen.

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