Landkreis Peine – Anstieg auf nunmehr 31 Corona-Infizierte

Peine.  Die Polizei und die Kommunen haben Kontrollen vorgenommen. Osterfeuer und ähnliche Veranstaltungen dürfen nicht stattfinden.

Im ehemaliges Werksgasthaus in Peine, Gerhard-Lucas-Meyer-Straße 8 (gegenüber dem Stahlwerk), befindet sich das Corona-Testzentrum für die Einwohner aus dem Kreisgebiet. Nicht zu verwechseln ist das mit der Werkskantine in der gleichen Straße.

Im ehemaliges Werksgasthaus in Peine, Gerhard-Lucas-Meyer-Straße 8 (gegenüber dem Stahlwerk), befindet sich das Corona-Testzentrum für die Einwohner aus dem Kreisgebiet. Nicht zu verwechseln ist das mit der Werkskantine in der gleichen Straße.

Foto: Harald Meyer

Die Zahlen steigen weiter an: Am Mittwochabend hat es im Landkreis Peine (mehr als 134.000 Einwohner) offiziell 31 Corona-Infizierte gegeben, 219 Menschen haben zu dem Zeitpunkt in Quarantäne gelebt – das berichtet Landkreis-Sprecher Fabian Laaß. Darüber hinaus hat die Polizeiinspektion Salzgitter, Peine und Wolfenbüttel am Dienstag und Mittwoch unter anderem im Landkreis Peine zusammen mit den örtlichen Kommunen Kontrollen vorgenommen: Dabei ist es um die Einhaltung der Allgemeinverfügungen gegangen – insbesondere darum, dass in der Öffentlichkeit nicht mehr als zwei Personen (außer Familienmitglieder) zusammentreffen dürfen, und um die Überwachung der Beschränkungen für Gewerbebetriebe.

Die kreisweit 31 bestätigten Corona-Fälle bedeuten gegenüber dem Dienstagabend einen Anstieg um sechs Infizierte. Selbst die Personenzahl 31 bewege „sich noch innerhalb dessen, wovon das Kreis-Gesundheitsamt bislang ausgeht“, merkt Laaß dazu an: „Die weitere Entwicklung ist aber völlig offen, sie lässt sich nicht abschätzen.“

Unter den sechs neuen Corona-Fällen seien auch „Personen, die bislang nicht in Quarantäne gewesen sind“, informiert Laaß weiter: Von diesen Menschen würden deshalb auch die Kontaktpersonen ermittelt, um sie gegebenenfalls vorsorglich in häusliche Quarantäne zu nehmen. Die Anzahl der Menschen in Quarantäne – sei es zu Hause oder im Klinikum Peine – ist von 171 am Dienstagabend auf 219 am Mittwochabend gestiegen. Darüber hinaus hat das Corona-Testzentrum in diesem Zeitraum Abstriche bei 38 Personen vorgenommen – zuletzt sind es in diesen Zeiträumen Laaß zufolge jeweils rund 30 gewesen.

Auch wenn bislang nur einige Veranstalter wie die Feuerwehr in Groß Ilsede und Klein Ilsede das Osterfeuer beziehungsweise das „feurige Osterfest“ wegen „Corona“ abgesagt haben, erinnert Laaß: „Veranstaltungen wie das Osterfeuer und Ähnliches müssen in diesem Jahr ausfallen.“

Um Verwechslungen vorzubeugen: Das Corona-Testzentrum befindet sich im ehemaligen Werksgasthaus in Peine, Gerhard-Lucas-Meyer-Straße 8 (gegenüber dem Stahlwerk), und nicht etwa in der jetzigen Werkskantine in der gleichen Straße. Im Corona-Testzentrum wird aber nur von denjenigen ein Abstrich gemacht, die von ihrem Arzt eine telefonische Empfehlung dafür bekommen haben.

Bei den Kontrollen zwischen Dienstag um 6 Uhr bis Mittwoch, 6 Uhr, haben die Polizei und die Kommunen in Peine, Salzgitter und Wolfenbüttel insgesamt 16 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet – unter anderem handelt es sich dabei um folgende Vergehen: widerrechtliches Benutzen von Kinderspielplätzen in Peine, widerrechtliches Verkaufen von Lebensmitteln aus einem Verkaufswagen in Peine sowie Zusammentreffen von größeren Personengruppen in Salzgitter und Wolfenbüttel. „Weiterhin haben wir eine größere Gruppe von Personen beim Fußball angetroffen und auf ihr Fehlverhalten angesprochen“, ergänzt Matthias Pintak, Sprecher der Polizeiinspektion.

Coronavirus in der Region – hier finden Sie alle Informationen

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