Bischöfe setzen Osterhoffnung gegen Schrecken der Welt

Hildesheim/Hannover.  Die Kirchenführer im Norden haben an Ostern zu drängenden Nachrichten Stellung bezogen und versucht, aus dem Evangelium Hoffnung zu schöpfen.

Heiner Wilmer, der Bischof des Bistums Hildesheim, segnet am Ostersonntag beim Gottesdienst im Dom die Gläubigen.

Heiner Wilmer, der Bischof des Bistums Hildesheim, segnet am Ostersonntag beim Gottesdienst im Dom die Gläubigen.

Foto: Peter Steffen / dpa

Die Bischöfe der großen Kirchen in Niedersachsen haben in ihren Osterbotschaften die christliche Hoffnung gegen die aktuellen erschreckenden Nachrichten gesetzt. Der Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover, Ralf Meister, betete im Gottesdienst am Sonntag in der Marktkirche für die mehr als 200 Opfer der Anschläge in Sri Lanka.

Bezug auf Terroranschlag von Sri Lanka

„Schmerzlich wird deutlich, dass der Tod auch an Ostern grausame Realität bleibt“, sagte Meister in einer Reaktion auf die Terrorakte. „Wir stehen im Gebet und in Gedanken vereint mit unseren Schwestern und Brüdern in Sri Lanka. Gott lässt uns auch im tiefsten Leiden nicht los, sondern überwindet die Schatten des Todes.“

Der katholische Bischof von Hildesheim, Heiner Wilmer, nannte das Osterfest die grundlegendste und bahnbrechendste Erfahrung für die Christen. Ohne den Glauben an die Auferstehung Jesu wäre der christliche Glaube sinnlos, sagte der 58-jährige Ordenspriester bei seiner ersten Osterfeier als Bischof. Wilmer hatte die Kirche zuletzt aufgefordert, die weltweiten Schüler-Demonstrationen für größere Anstrengungen gegen den Klimawandel zu unterstützen.

Katholischer Bischof spricht über Missbrauchsskandal

Der katholische Bischof von Osnabrück, Franz-Josef Bode, ging wegen des Missbrauchsskandals mit der eigenen Kirche ins Gericht. Geweihte und verantwortliche Menschen hätten ihre Schuld nicht erkannt, sie verschwiegen und vertuscht, sagte Bode. „Kirche ist bis in ihren Grund erschüttert.“ Zugleich wachse der Enttäuschung und Entfremdung zum Trotz neuer Wille zum Mitgestalten und Vertiefen des Glaubens.

In Oldenburg sprach der evangelische Landesbischof Thomas Adomeit von bedrängenden Todesbildern, die jeder vor Augen habe: „In den Flüchtlingslagern, in Katastrophengebieten, auf dem Mittelmeer, beim Urlaub und der Bustour auf Madeira.“ Doch die Osterbotschaft mache klar, dass der Tod verloren habe und dass das Leben siege, sagte er.

Landesbischof Meyns: Trost durch Gemeinschaft

Trost entstehe durch Gemeinschaft mit anderen Menschen, sagte der Braunschweiger Landesbischof Christoph Meyns. Deshalb würdigte er in seiner Osterpredigt im Dom die Besuchsdienste in den Gemeinden, die Krankenhausseelsorge oder die Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden. dpa

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