Erntedankfest der Herzberger Apfelsammler

„Ich finde es klasse, dass es Menschen gibt, die sich noch die Mühe machen, das leckere „Straßenobst“ zu ernten.“

Am 4. Oktober wurde das Erntedankfest gefeiert. Dazu bitten die Kirchengemeinden regelmäßig um Lebensmittelspenden, mit denen zunächst die Kirchen geschmückt und die anschließend oftmals an die Tafeln weitergegeben werden, um an Menschen mit geringem Einkommen verteilt zu werden. Das ist eine gute Sache.

Aber wenn man sich die Gaben ansieht, für deren „Ernte“ bei der Feier symbolisch gedankt wird, dann wird doch auch deutlich, wie fern den meisten Menschen – ich schließe mich da ein – das Ernten doch geworden ist. Da werden Konserven, Gläser und verpackte Waren gespendet, die zuvor im Supermarkt „geerntet“ wurden.

Daran musste ich denken, als ich den Bericht über die Apfelernte der Zukunftswerkstatt gelesen habe. Es gibt noch Menschen, die Obst und Gemüse selbst ernten, aber seien wir ehrlich: Den meisten von uns ist das doch zu mühsam oder? Ganz zu schweigen vom Anbauen. Aber ich finde es klasse, dass es Menschen gibt, die sich noch die Mühe machen, das leckere „Straßenobst“ zu ernten. Die haben wahrlich Grund zu feiern und mit Apfelsaft anzustoßen.

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