Bedarfszuweisungen – Wie ein Lottogewinn

„Die Gelder, die jetzt seitens des Innenministeriums für den Südharz in Aussicht gestellt wurden, werden dringend benötigt.“

Es ist wahrhaft keine neue Erkenntnis, dass die Stadt Bad Sachsa und auch die Gemeinde Walkenried zu den finanzschwachen Kommunen im Land Niedersachsen gehören. Insofern ist man schon seit geraumer Zeit auf die Finanzspritzen aus Hannover, die sogenannten Bedarfszuweisungen des Landes Niedersachsen, angewiesen. Und auch wenn die Hilfe beantragt wird, eine Garantie, diese zu erhalten, gibt es nie. Jede Zusage ist insofern etwas wie ein Lottogewinn für die Verwaltungen in Bad Sachsa und Walkenried.

Die Finanzmisere in beiden Kommunen hat sich aber durch die Corona-Krise noch einmal verstärkt: Die Gewerbesteuer bricht ein, die Industriebetriebe auf der einen, der Tourismus auf der anderen Seite werden hart ausgebremst und müssen sich von Lockdown und den weiteren Folgen erst einmal erholen.

Die Gelder, die jetzt seitens des Innenministeriums für den Südharz in Aussicht gestellt wurden, werden also dringend benötigt. Sie können jedoch auch nicht alle Defizite ausgleichen. Die spannende Frage aber bleibt vor Ort, ob an die Auszahlung noch Bedingungen seitens des Ministeriums geknüpft werden.

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