Etlichen Clubs droht das finanzielle Aus

„Die Corona-Krise hat das Sportgeschehen in Deutschland getroffen – und das auf wirklich allen Ebenen.“

Die Corona-Krise hat das Sportgeschehen in Deutschland getroffen – und das auf wirklich allen Ebenen. Egal, ob im Profibereich oder bei den Amateuren, die Auswirkungen der Pandemie haben praktisch jede Sportart und jeden Wettkampf zum Erliegen gebracht. Auch die finanziellen Auswirkungen sind beträchtlich. Abgesehen von den Vereinen der Fußball-Bundesliga, wobei auch diese beträchtliche Einbußen zu verzeichnen haben, brauchen die professionellen Clubs einen Wettkampfbetrieb mit entsprechenden Spieltagseinnahmen, um langfristig über die Runden zu kommen.

Ein entsprechendes Hilfspaket für betroffene Vereine in den ersten und zweiten Ligen, so wie von Fritz Güntzler und weiteren Sportpolitikern gefordert, kann da sicherlich helfen, erste Löcher zu stopfen. Letztlich wird es jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein bleiben. Schon jetzt sind die Corona-Auswirkungen zu beobachten. Ob in der Volleyball-Bundesliga oder der Tischtennis-Bundesliga der Frauen, erste Vereine haben bereits die Notbremse gezogen und den Rückzug angetreten.

Fraglich ist zudem, wie Vereinen geholfen werden soll, die im semiprofessionellen Bereich agieren, an der Schnittstelle zum Profisport. Beim Fußball, Eishockey oder Handball bilden die Zuschauereinnahmen bis hinab in die vierten oder fünften Ligen einen wesentlichen Teil des Etats. Bleiben die Abstands- und Kontaktbeschränkungen bestehen, stehen diese Vereine vor dem Aus – egal, wie gut sie zuvor gewirtschaftet haben.

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