Die Fusionsfrage ist keine leichte Entscheidung für die Bürger

„Die Bad Sachsaer wollen und sollen mit entscheiden. Das ist gut so. Nicht gut wäre es aber, eine emotionale Entscheidung zu treffen.“

Ja oder Nein – die Antworten sind einfach, die Frage hingegen folgenschwer: Am 7. Juni dürfen die Einwohnerinnen und Einwohner aus dem Stadtgebiet von Bad Sachsa beim Bürgerentscheid über die mögliche Fusion ihrer Heimstadt entscheiden. Ja oder Nein – das Votum ist zweifelsohne gelebte Basisdemokratie – und vermutlich werden auch die Menschen im Stadtgebiet von Bad Lauterberg und der Gemeinde Walkenried in diesem Jahr noch darüber entscheiden können, ob sie mit den Nachbarn im Südharz eine Einheit bilden möchten.

So einfach wie die Antwortmöglichkeiten auf dem Stimmzettel auch sind, leichtfertig sollte dennoch niemand die Entscheidung treffen. Die Wahl, an der hoffentlich möglichst viele teilnehmen, ist folgenschwer. Informationen für das Für und Wider gibt es seit Monaten in rauen Mengen: Ob online, aus Printmedien, durch die Teilnahme an Sitzungen der politischen Gremien, in Gesprächen mit Verantwortlichen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung.

Wichtig ist dabei aber vor allem eines: jeder, der bei einem Bürgerentscheid teilnimmt, muss darauf achten, dass er eine Antwort gefunden hat, wie er glaubt, dass sein Heimatort wie auch die gesamte Region am besten für die Zukunft aufgestellt wird. Es hilft dabei weder sturer Lokalpatriotismus noch pure Freude an Fusionen.

Die Bürgerinnen und Bürger – angefangen in Bad Sachsa – wollen und sollen mit entscheiden. Das ist gut so. Nicht gut wäre es aber, eine emotionale Entscheidung zu treffen, dafür ist das Thema zu wichtig.

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