Übertriebene Sturmwarnung? Aber wehe, wenn was passiert

„Die Qualität eines solchen Ereignisses ist vorher schwer abzuschätzen. Es hätte schlimmer kommen können.“

Als geradezu zerstörerisch wurde das Sturmtief „Sabine“ angekündigt, man konnte sich angesichts der Unwetterwarnungen über seine Wucht schon Sorgen machen.

Doch wie die heftigen Winterstürme „Kyrill“ 2007 und das Orkantief „Friederike“ 2018, die schwerste Schäden verursachten, tobte „Sabine“ dann doch nicht.

Schon Montagfrüh hatte das Orkantief wesentlich an Kraft verloren, die Schäden blieben im Altkreis Osterode wie überhaupt in Niedersachsen überschaubar, und so mancher wird sich gefragt haben, ob die Absage von wichtigen Treffen und Terminen, der Ausfall von Schulunterricht und all die Warnungen und Mahnungen in den Medien nicht übertrieben waren.

Letzteres sagt sich leicht von jenen, die keine Verantwortung haben. Im Vorfeld ist die Qualität eines solchen Ereignisses schwer abzuschätzen, und es hätte auch dieses Mal schlimmer kommen können. Und wehe, ein Kind wird auf dem Pausenhof von einem herabfallenden Ziegel verletzt, dann ist die Kritik Legion. Nein: Es ist gut und richtig vom Möglichen auszugehen. Derartige Superlativen werden, so ist zu vermuten, schon so manches Unglück verhindert haben.

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