Denkmale stehen im Fokus

„Es ist grundsätzlich nicht schlecht, wenn wir den Blick für unsere Geschichte schärfen und aus ihr lernen.“

Der Tag des offenen Denkmals ist die größte Kulturveranstaltung Deutschlands, in allen Landesteilen gehen Spurensuchende auf eine Reise in die Vergangenheit.

Besonders spannend wird es, wenn nur an diesem Tag Denkmale ihre sonst verschlossenen Pforten öffnen und kompetente Begleiter dem Besucher Unbekanntes erschließen. Das indes kann man nicht immer und überall erwarten. Aber Sehenswertes gibt es dennoch reichlich, wenn vielleicht auch über das Jahr zugänglich, so wie die Königshütte in Bad Lauterberg, das Herzberger Schloss, die Villa Gyps oder die Marienkirche, alles Denkmale, die jetzt gezielt in den Fokus gerückt werden können. Wertschätzung und Aufmerksamkeit: Das brauchen unsere Denkmale, nicht nur am 8. September, sondern über das Jahr. Dafür stehen Fördervereine mit ihren engagierten Ehrenamtlichen oder Museumsmitarbeiter, kurz jene, denen die Objekte am Herzen liegen, die etwas davon verstehen und am Erhalt mitarbeiten. Ihr geschulter Blick auf die Objekte ist überlebenswichtig.

So ist der Tag des offenen Denkmals auch eine Wertschätzung für diese Verantwortlichen, ohne die vieles, was den Betrachter heute Staunen macht, verschwunden wäre, so wie die Rahmenbedingungen, deren Teil sie einst waren. Was nach Jahrhunderten bleibt sind Puzzleteile, die letztlich nur Kundige zu einem geschlossenen Bild zusammenfügen und deuten können.

Es ist grundsätzlich nicht schlecht, wenn wir den Blick für unsere Geschichte schärfen und aus ihr lernen. Nur so können wir unseren Standort heute halbwegs objektiv bestimmen und lernen, Fehler nicht zu wiederholen. Das indes ist nicht jedem vergönnt.

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